Vernetzte Elektromobilität zum Mieten

,Rent Me", ,Reserved" oder "Charging": Ob das Fahrzeug gerade verfügbar ist, reserviert ist oder an der Steckdose geladen wird, erkennt man an großen Leuchtflächen am Auto oder durch Abfrage per Smartphone. Das Fahrzeug der Zukunft ist für die EDAG Group ein Elektromobil zum Mieten und Bestandteil des öffentlichen Verkehrs. Aufgrund der hohen Preise für Elektrofahrzeuge soll das so genannte ,Car Sharing" eine Alternative zum Kauf eines eigenen Autos darstellen. Deshalb auch der Name des Elektromobils: ,EDAG Light Car Sharing".

Internet als zentrale Kommunikation
Eine zentrale Rolle des Car-Sharing-Programms von EDAG spielt das Internet. Kunden sollen über ihr Smartphone mittels GPS über die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge in der Nähe informiert werden. Das Navi im Mobiltelefon führt den Fahrer anschließend zum Standort des Autos. Auch die Buchung läuft via Internet.

Rundum-Paket für den ganzen Reiseweg
Das neue Elektromobil soll mit anderen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn online kombinierbar sein, um so den ökonomischsten Weg von A nach B zu finden. Die Nutzung des Light Car Sharing soll minutenweise abgerechnet werden – eine Versicherung ist für den Nutzungszeitraum eingeplant. Die zusätzlichen Fahrkarten für weitere Verkehrsmittel werden auf das Smartphone übermittelt und abgerechnet.

Viel Kunststoff für Parkrempler
Das Light Car ist im Exterieur auf praktische Mobilität ausgelegt. So ist die Karosserie des Elektromobils mit einer Höhe von 1,90 Meter für einen einfachen Ein- und Ausstieg konzipiert. Zugänglich ist das Fahrzeug über zwei Seitentüren mit Schiebefenster oder eine Heckeinstiegstür. Die Außenhaut besteht aus Faserverbundstoffen und leichten Kunststoffteilen. Die im Stadtgebiet bei Parkremplern anfälligen Karosserieteile, wie die Stoßfänger, sind zusätzlich mit rückverformbaren Kunststoff-Pads versehen.

Modulkonzept für Langlebigkeit
Der Sechssitzer verfügt über zwei gegenläufige Sitzreihen – die sogenannte ,Dos-à-dos"-Anordnung (franz. für ,Rücken an Rücken"). Für einen maximalen Laderaum sorgt die klappbare Sitzbestuhlung. Das weitere Interieur des ,EDAG Light Car Sharing" ist schlicht. Ablageflächen und aufwendige Türverkleidungen sucht man hier vergebens. Neben Gas, Bremse und Lenkrad findet der Fahrer nur noch den Blinkerhebel. Ein Display informiert über den aktuellen Ladezustand, die Geschwindigkeit, die Reichweite und die Navigation. Heizung, Scheibenwischer und Licht sind vom Fahrer nicht beeinflussbar. Diese werden durch Sensoren automatisch gesteuert. Um eine angestrebte Nutzungsdauer des Light Cars von deutlich mehr als zehn Jahren möglich zu machen, setzt EDAG auf ein Modulkonzept. Verschleißteile wie Sitze, Stoßfänger und weitere Anbauteile sollen aufgrund der einfachen Bauweise leicht ausgetauscht werden können.

Spezielle Ladeparkplätze
Angetrieben wird das Auto der Zukunft von einem Elektromotor. Da das EDAG-Mobil für Stadtfahrten vorgesehen ist, erreicht es lediglich eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Die maximale Reichweite beträgt 100 Kilometer. Dann muss das Elektrofahrzeug wieder an die Steckdose. Geladen werden die Autos an speziellen Parkplätzen, an denen der optimale Ladevorgang hinsichtlich der Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien und dem Mobilitätsverhalten ermittelt wird.

Unabhängiger Entwicklungspartner
EDAG ist nach eigener Angabe weltweit größter unabhängiger Entwicklungspartner für serienreife Konzepte und nachhaltige Mobilität. Das Unternehmen arbeitet hauptsächlich mit der Automobil-, der Luftfahrt- und der Schienenindustrie zusammen.

EDAG Light Car Sharing