Mercedes SLS AMG speckt um 90 Kilogramm ab

Die Automobilmanufaktur Mansory feiert mit dem Cormeum eine Weltpremiere. Der Supersportler basiert auf dem Mercedes SLS AMG und wird auf 15 Exemplare limitiert. Inhaber und Designer Kourosh Mansory ließ sich bei der Namensfindung von der Arie ,Vide Cor Meum" inspirieren, die der irische Filmkomponist Patrick Cassidy für den Filmklassiker ,Hannibal" komponierte. Im Gegensatz zum Hauptfigur im Film, Hannibal Lecter, ist der Mansory Cormeum nicht fiktiv, sondern real und erstmals auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März 2011) zu sehen. Weitere Gemeinsamkeiten zwischen Film und Auto sucht man vergeblich.

90 Kilogramm abgespeckt
Um den Anforderungen eines Sportwagens gerecht zu werden, wurde bei der Entwicklung vor allem auf die Themen Leichtbau und Verwindungssteifigkeit geachtet. Das Team von Mansory optimierte nahezu die ganze Karosserie. Das Dach und die Flügeltüren wurden durch leichtere Eigenentwicklungen ausgetauscht. Insgesamt wurden so 90 Kilogramm Gewicht eingespart. Zudem ersetzt die Mansory-Frontschürze den Serienstoßfänger und reduziert den Auftrieb an der Vorderachse. Größere Lufteinlässe steigern die Frischluftzufuhr für den vergrößerten Kühler. Das Heck wurde ebenfalls optimiert. Ein Renndiffusor sorgt für zusätzlichen Abtrieb. Der Heckspoiler mit Karbon-Flaps rundet das aerodynamische Gesamtpaket ab.

Breiter und tiefer
Mansory hat die Kotflügel durch Leichtbauteile ersetzt und legt somit vorne um 66 Millimeter und hinten um 84 Millimeter in der Breite zu. Der Platz der breiteren Radhäuser wird durch Schmiederäder mit Zentralverschluss im Format 9x20 Zoll mit 265/30er Reifen vorn und 11x21 Zoll mit 295/25er Reifen hinten ausgefüllt. Neue Federn und Stoßdämpfer lassen den Cormeum 20 Millimeter tiefer liegen.

Naturprodukte und Leichtbau im Innenraum
Auch im Innenraum wird auf Leichtbau geachtet. Die Pedalerie ist aus Aluminium gefertigt, einzelne Applikationen aus Echtkarbon. Für ein extravagantes Flair sorgen auch die Ziernähte um das neu gestaltete Airbag-Sportlenkrad und die Lederausstattung mit ihrer besonderen Narbung.

660 PS durch Kompressoren
Unter der Haube hat der Cormeum allerdings nicht abgespeckt, sondern ordentlich zugelegt. Statt dem V8-Serienmotor mit 571 PS schafft es der Mansory dank Kompressoren, Sportluftfilter und Edelstahl-Sportgasanlage auf 660 PS. Das maximale Drehmoment wird auf 750 Newtonmeter bei 4850 Umdrehungen pro Minute gesteigert. Mit Hilfe eines neuen Kennfeldes für die Motorelektronik werden die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt. Mansory plant auch noch eine weitere Leistungssteigerung auf 800 PS – diese befindet sich aber noch in der Erprobung.

Hannibal im Karbon-Outfit