Und ein paar kleine Produktneuheiten von VW

VW konzentriert sich bei seinem Messeauftritt auf der Auto China 2012 (23. April bis 2. Mai in Peking) auf den chinesischen Markt. Als wichtigste Neuheit wird der New Lavida vorgestellt, hinzukommen Motorisierungen, Ausstattungen und ein echter Brüller: der offene E-Bugster.

New Lavida: Im neuen VW-Look
Den Lavida baut VW seit 2008 in China. Bisher konnten 700.000 Fahrzeuge dieses Typs abgesetzt werden. Nun passt Volkswagen das Erfolgsmodell der neuen Designlinie an: Die komplett neue Karosserie fällt durch ihre schärferen Kanten und die geradlinige Front auf. VW verweist bei den Design-Genen auf die DNA des Passat. Serienmäßig wird der New Lavida mit ABS, ESP und Frontairbags ausgerüstet.

CC mit Power, Cross Coupé sparsam
Außerdem stellen die Wolfsburger in Peking den CC 3.0 V6 vor. Das Topmodell der CC-Reihe orgelt bei 6.300 U/min 250 PS aus seinem Sechszylinder-Triebwerk. Das maximale Drehmoment von 310 Newtonmeter liegt bei 3.300 U/min an. Damit geht es in 7,4 Sekunden von null auf 100 km/h, bei 250 km/h erfolgt die Abregelung. Geschaltet wird im CC 3.0 V6 über ein sechsgängiges Doppelkupplungs-Getriebe (DKG). Den Normverbrauch gibt VW mit 9,4 Liter pro 100 Kilometer an. Das Cross Coupé hat Volkswagen bereits im Dezember 2011 auf der Tokio Motor Show gezeigt. Damals war die Coupé-SUV-Studie mit einem Benzin-Plug-in-Hybrid motorisiert. Dieser sollte im Schnitt 2,7 Liter pro 100 Kilometer verbrennen. In Peking steht das Konzeptfahrzeug jetzt mit einem Diesel-Plug-in-Hybrid. Damit sinkt der Durst laut Werk auf 1,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 46 Gramm pro Kilometer entspräche. Mit einer Systemleistung von 306 PS soll die Cross-Coupé-Studie bis zu 220 km/h schnell sein.

Wieder mal offen und Tiguan R-Line
VW ist sich außerdem nicht zu schade, den offenen E-Bugster als Messe-Premiere zu verkaufen. Der E-Bugster ist eine Elektroauto-Cabrio-Studie auf Beetle-Basis, die bereits Anfang 2012 in Detroit gezeigt wurde. Auf der US-Messe war der E-Bugster zwar nur mit geschlossenem Dach zu sehen, aber in einem zeitgleich zur Messe veröffentlichten Video fuhr der Stromkäfer munter offen rum. Der E-Bugster wird ein Ausblick auf das neue Beetle-Cabrio sein. Auf Basis der Ausstattung Track & Style mit 170-PS-TSI-Motor gibt es jetzt für den Tiguan R-Line-Pakete. Diese werten das Exterieur unter anderem durch 19-Zoll-Felgen auf. Außerdem ist ein Sportfahrwerk mit von der Partie. Der Innenraum wird mit Ledersitzen und einem Multifunktionslenkrad mit Alu-Dekor aufgefrischt.

Schwächerer Scirocco R, Phaeton mit Edel-Leder
Auch der Scirocco R, den VW nach Peking mitbringt, ist speziell für den chinesischen Markt gedacht. Und die Chinesen müssen mit weniger Leistung bei einem höheren Verbrauch leben: Während der deutsche Scirocco R mit 265 PS unterwegs ist, muss sich das chinesische Modell mit 255 PS begnügen. Auch das maximale Drehmoment liegt mit 330 Newtonmeter 20 Newtonmeter unter dem der deutschen Ausführung. Das schlägt sich in der Beschleunigungszeit von null auf 100 km/h nieder: Der Deutsche huscht in 5,8 Sekunden auf die Referenzgeschwindigkeit, die China-Variante muss sich 0,4 Sekunden länger gedulden. Trotzdem verbraucht die chinesische Scirocco-R-Version mit 8,1 Liter pro 100 Kilometer 0,1 Liter mehr als die deutsche Variante. In Deutschland wird der Wagen wahlweise mit einer Sechsgang-Schaltung oder einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet. Die handgeschaltete Version verbraucht 8,1 und die DKG-Version 8,0 Liter pro 100 Kilometer. In China ist das DKG Serie. Und dann hat VW noch eine Innenraumstudie parat: Der Phaeton Exclusive Concept bekommt eine Kabinenausstattung des italienischen Edel-Lederherstellers Poltrona Frau.

New Lavida: VW in Peking