Abt macht aus dem Audi A7 den AS7

Wer einen Audi A7 bei Tuner Abt Sportsline abgibt, holt ihn nicht mehr im Serienzustand ab. So verlässt das viertürige, in Abt AS7 umgetaufte Coupé die Werkstatt in Kempten auf Wunsch mit einem neuen Outfit, das Abt durch einen Frontspoiler, Seitenschwellerverkleidungen sowie ein Heckschürzenset inklusive vier Auspuff-Endrohrblenden generiert. Dafür werden knapp 4.000 Euro fällig. Für Lackierung und Montage muss man noch mal knapp 1.900 Euro einplanen. Komplettiert wird das Äußere durch Abt-Felgen in 20 oder 21 Zoll. Der Radsatz mit 275er-Reifen für die kleine Variante ist für 4.990 Euro zu haben, die drei verfügbaren 21-Zoll-Designs mit 265er-Gummis kosten stets 5.490 Euro.

Mehr Dampf für Dreiliter-Motoren
Auch bei der Serienleistung muss es nicht bleiben. Abt bietet hier für die Varianten mit Dreiliter-V6 Dopingmaßnahmen in Form eines eigenen Zusatzsteuergeräts an. Den ab Werk 245 PS starken Turbodiesel bringt der Tuner auf 300 PS. Das Drehmoment klettert von 500 auf 580 Newtonmeter. Deutlich fällt auch der Leistungssprung bei dem Diesel mit serienmäßigen 313 PS aus. Hier stehen danach 360 PS an, während das Drehmoment von 650 auf 700 Newtonmeter anschwillt. In 5,1 statt 5,3 Sekunden soll so der Sprint von null auf 100 km/h erledigt werden können. Auch die Benzin-Fraktion wird nicht vergessen. Der 3.0 TFSI legt durch den Elektronik-Eingriff von 300 auf 420 PS zu. 540 statt 440 Newtonmeter versprechen einen noch rasanteren Durchzug. Das Steuergerät für den schwächeren Diesel kostet 2.790 Euro, für die PS-Spender der beiden anderen muss man 3.990 Euro auf den Tisch legen. Hinzu kommen Montagekosten in Höhe von 175 Euro und die TÜV-Abnahme.

AS7 mit stärkeren Bremsen und Tieferlegung
Je nach Ausgangsmodell kann der Audi A7 mithilfe von Sportfedern oder der elektronisch gesteuerten Abt Level Control tiefergelegt werden. Der Satz Federn kostet 360 Euro, die Level Control für Fahrzeuge mit Luftfederung lässt sich der Tuner mit knapp 2.000 Euro bezahlen. Jeweils dazu kommen noch die Einbaukosten und die TÜV-Abnahme. Mit den Federn rückt die Karosserie vorne um 25 Millimeter näher an den Asphalt, hinten um 20. Bei Fahrzeugen mit Luftfahrwerk wirkt sich die Tieferlegung mit 20 beziehungsweise 15 Millimeter etwas geringer aus. Verzögert wird der Abt AS7 bei Bedarf durch eine stärkere Bremsanlage an der Vorderachse mit Acht-Kolben-Festsätteln und Scheiben im Format 380x34 Millimeter samt Stahlflexleitungen. 5.730 Euro plus 385 Euro für Montage und TÜV sollten man dafür noch auf der hohen Kante haben.

Bildergalerie: Getuntes Dreiliter-Auto