Außerdem: Tipps zu Regeln im Ausland

Laut des Automobilklubs ADAC reisten 2011 über 52 Prozent der Deutschen mit dem eigenen Auto in den Urlaub. Jan Franke, Geschäftsführer von autoteile-shopping24.de rät vor längeren Fahrten zu gründlichen Fahrzeugchecks. Das meiste davon können die Autofahrer selbst erledigen.

Bremsen, Öl, Kühlwasser
Je weiter die Reise, desto wichtiger ist ein Check vor Fahrtantritt. Das Nachfüllen des Kühlwassers sowie das Überprüfen des Ölstandes gehören zum Standard. Bei den Bremsen sollte darauf geachtet werden, dass die Beläge der Bremsscheiben noch mindestens fünf Millimeter dick sind. Auch der Reifen-Luftdruck sollte kontrolliert werden: Je mehr Beladung, desto stärker muss der Luftdruck sein. Tabellen dazu findet der Fahrer in der Betriebsanleitung und bei vielen Fabrikaten auch an der Innenseite der Türrahmen. Das zulässige Gesamtgewicht ist im Fahrzeugschein vermerkt.

Klimaanlage und Pflichtausstattungen
Besonders bei Fahrten in heiße Regionen empfiehlt sich ein Blick auf die Klimaanlage – gegebenenfalls sollte man das System vor dem Fahrtantritt überprüfen und reinigen lassen. Das Warndreieck und der Erste-Hilfe-Kasten gehören zur Pflichtausstattung. Beim Erste-Hilfe-Kasten ist auf das Mindesthaltbarkeits-Datum zu achten.

Was ist im Urlaubsland Pflicht?
In den Urlaubsländern gelten oft zusätzliche Bestimmungen. In einigen europäischen Ländern ist das Mitführen eines Abschleppseils Pflicht, Feuerlöscher und Warnweste gehören inzwischen in vielen Ländern zum Pflichtumfang, so Franke. Ab dem 1. Juli 2012 muss in Frankreich ein Alkoholtest-Gerät mitgeführt werden – die Geräte gibt es auch in Einweg-Ausführungen. Der Europäische Unfallbericht oder die Grüne Versicherungskarte sind hilfreich, wenn es im Ausland zu einem Schaden kommen sollte.

Komfort nicht vergessen
Franke weist zudem darauf hin, dass es neben der Pannen-Vorsorge nützlich sein kann, auch an den Reisekomfort zu denken. So kann die Fahrt mit Kühlboxen, Nackenrollen und Sonnenschutz-Rollos deutlich angenehmer verlaufen. Unterhaltungssysteme für Kinder halten das Stresslevel niedrig und Dachboxen schaffen zusätzlichen Stauraum. Das Sichern der Ladung, beispielsweise per Gepäcknetz, bewahrt vor bösen Überraschungen. Und schnell ans Ziel gelangt man am besten mit einem Navi, dem aktuelle Kartendaten aufgespielt wurden.