Mercedes-Studie Ener-G-Force in LA zu sehen

Wie könnte die Mercedes G-Klasse im Jahr 2025 aussehen? Diese Frage stellte man sich bei den Stuttgartern, das Ergebnis ist die Studie ,Ener-G-Force". Sie basiert auf dem Entwurf eines Polizeiautos der Zukunft für die Los Angeles Design Challenge, welche jedes Jahr im Rahmen der Los Angeles Auto Show (30. November bis 9. Dezember 2012) stattfindet. Dieses Jahr war es Aufgabe der Designer, das ,Highway Patrol Vehicle 2025", also das Polizeifahrzeug der Zukunft, zu entwerfen. Während das Auto für den Wettbewerb allerdings nur als Zeichnung existiert, wird die zivilie Variante des Ener-G-Force leibhaftig auf der Messe in LA präsentiert. Laut Mercedes-Designchef Gorden Wagener könnte das Auto einen Ausblick auf die künftige Offroad-Formensprache von Mercedes geben.

Neuinterpretation der G-Klasse
Die Studie zeigt eine radikale Neuinterpretation der G-Klasse. Wie das klassische Vorbild trägt auch der Ener-G-Force eine Front mit großem Kühlergrill und einbezogenen Scheinwerfern. LEDs formen in den Scheinwerfern Leuchteinheiten in G-Form. Die vorderen Blinker sind als signifikantes Element wie Positionslichter auf die vorderen Kotflügel aufgesetzt.

Toolbox statt Reserverad
Auch das aufgesetzte Dach und die dreigeteilte Fensterfläche zitieren die Grundgene des Offroad-Klassikers. 20-Zoll-Felgen lassen den Ener-G-Force hoch und kraftvoll stehen. Markantes Merkmal am Heck ist eine Heckschublade, deren Abdeckung an den Reserveradhalter der G-Klasse erinnert. In der Schublade können unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände aufbewahrt werden, die somit schnell griffbereit sind, ohne die komplette Hecktür öffnen zu müssen.

Wasser als Treibstoff
Die Studie besitzt ein ungewöhnliches Antriebssystem. Recyceltes Wasser wird in Tanks auf dem Dach aufgenommen und an den so genannten ,Hydro-Tech Converter" weitergeleitet. Dieser wandelt das Wasser in Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzellen um. Die Speichereinheiten für die gewonnene elektrische Energie befinden sich in den Seitenschwellern. Die Reichweite soll rund 800 Kilometer betragen, der Ener-G-Force emittiert lediglich Wasser. Vier einzeln angesteuerte Radnabenmotoren übernehmen den Vortrieb. Ein auf dem Dach montierter Rundumscanner überwacht ständig das Umfeld des Fahrzeugs und reguliert danach Federung, Dämpfung und andere Fahrwerksparameter. In das Dach sind außerdem ein Gepäckträger und Zusatzleuchten integriert.

Gallery: Die G-Klasse für Übermorgen