Rinspeed stellt neue Studie ,microMAX" vor

Kreativ, skurril, verrückt: Die Meinungen zu den Fahrzeugschöpfungen von Rinspeed aus der Schweiz gehen oft weit auseinander. Hinter Rinspeed steht Frank M. Rinderknecht. Er gründete das Unternehmen im Jahr 1979 und sorgte schon zwei Jahre später mit einem ersten Konzeptfahrzeug für Furore. Die in Zumikon nahe Zürich ansässige Firma verdient ihr Geld mit Autozubehör und -veredelung, doch seit 1991 ist es Brauch geworden, pro Jahr mindestens eine außergewöhnliche Idee auf die Räder zu stellen. Auf dem Genfer Automobilsalon 2013 (7. bis 17. März) ist die neueste Studie ,microMAX" zu sehen.

Revolution im Kurzstreckenverkehr
Mit "microMAX" will Rinspeed nach eigenen Aussagen den Kurzstreckenverkehr revolutionieren. Das Concept-Car soll im Individualverkehr private und öffentliche Nutzung clever zusammenführen. Rinderknecht: ,Moderne Mitfahrzentralen sind heute Web- und Smartphone-basiert. Sie arbeiten in Echtzeit: Man will regelmäßig zur Arbeit oder jetzt irgendwohin und findet - ruckzuck - den Fahrer, der einen mitnimmt. "microMAX" mit neuartigen Stehsitzen ist genau das richtige `Ding` für den schnellen Transfer im Nahverkehr - das Auto zur App."

Kaffeemaschine und Kühlschrank mit an Bord
Auf einer Länge von 3,60 Meter, das sind nur rund sechs Zentimeter mehr als bei einem VW Up, finden neben dem Fahrer drei Mitfahrer plus Kinder- oder Einkaufswagen Platz. Die Fahrzeughöhe von 2,20 Meter ermöglicht platzsparende Stehsitze, die mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind. Eine Kaffeemaschine, ein Kühlschrank fürs Feierabendbier der Mitfahrer und sind mit an Bord.

Rein elektrischer Antrieb
Die Studie "microMAX" fährt rein elektrisch. Durch unterschiedliche Ausstattungsmodule lässt sich das skurrile Gefährt auch für Handwerker oder als Lieferwagen nutzen.

Bizarre Studien haben Tradition
2012 zeigte Rinspeed in Genf den ,Dock+Go", einen Elektro-Smart mit einer Art Rucksacklösung für höhere Reichweite und mehr Stauraum. 2008 sorgte der sQuba für Aufsehen und weckte Erinnerungen an James Bond. Der sQuba soll völlig autonom auf der Straße fahren können, also ohne Hilfsmittel und sogar gänzlich ohne Insassen. Darüber hinaus kann er sich als amphibisches Fahrzeug fortbewegen und in Wassertiefen von bis zu zehn Meter hinabtauchen. Zu den weiteren Konzepten aus den vergangenen Jahren gehören unter anderem ein Roadster mit durchsichtiger Kunststoff-Karosserie und ein Sportwagen, der mit Energie aus Grünabfällen fährt. In unserer Bildergalerie zeigen wir die kuriosen Gefährte von Rinspeed.

Das Auto zur App