Flache Van-Studie mit wandelbarem Konzept und 299-PS-Hybrid-Antrieb

Peugeot präsentiert auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt vom 15. bis 25. September 2011 unter anderem das Concept-Car HX1. Hinter dem kurzen Namen verbirgt sich eine futuristisch anmutende Hybrid-Studie.

Flach wie ein Sportwagen und bewegliche Flügel
Grundsätzlich spricht Peugeot beim HX1 von einem Van mit ,ungewöhnlichen" Proportionen. Alleine schon die niedrige Höhe von 1,37 Meter untermauert diese Aussage. Das Sportcoupé Ferrari FF ist ungefähr genauso hoch. Der HX1 ist 1,99 Meter breit und 4,95 Meter lang. Der cW-Wert beträgt 0,28. Das ist gut, aber nicht spektakulär. Zum Vergleich: Die neue Mercedes B-Klasse schafft bis zu 0,24. Allerdings wartet die Peugeot-Studie mit interessanten aerodynamischen Hilfsmitteln auf. Es gibt bewegliche Flügelchen an den Felgen, die sich bei Bedarf so stellen, dass sie eine flache Scheibe bilden. Ab einer Geschwindigkeit von 100 km/h fahren ein Spoiler sowie zwei Seitenbleche über der Heckklappe aus.

Verkniffene Augen
In den konventionell aussehenden Rückspiegelgehäusen stecken Kameras. Die Fenstereinfassungen bestehen aus gebürstetem Aluminium. Die Frontansicht weckt Assoziationen an das aktuelle Peugeot-Design. Schmal fallen die LED-Scheinwerfer aus. Sie sollen an die verkniffenen Augen einer Katze erinnern und damit auch die Verbindung zum Löwen, dem Markenzeichen des Herstellers herstellen. Die Rücklichter sind bogenförmig gestaltet.

Flexible Sitze
Ins futuristisch gestaltete Innere der schnittigen Karosserie gelangt man durch vier sich gegenläufig öffnende Flügeltüren. Sechs Personen finden in drei Reihen Platz. Die zwei Sitze der Mittelreihe lassen sich frei verschieben.

Technik- und Luxus-Interieur
Im Interieur finden Materialien wie Natureiche, gebürstetes Metall und Leder Verwendung. In das Holz wurden Lichtleiter eingearbeitet. Zur Ausstattung gehören Digitalanzeigen, Touchscreens, eine Minibar, weißer Carrara-Marmor und ein ausgefeiltes Beleuchtungskonzept. Letzteres beinhaltet beispielsweise LED-Punktstrahler und Glasbänder im Dach. Kurios mutet die eingebaute Kaffeemaschine an. Sie weist darauf hin, dass Peugeot seit dem 19. Jahrhundert Kaffemühlen produziert. Der Lenkradkranz bewegt sich im Cruising-Modus automatisch in eine für den Fahrer angenehme Position. Zudem neigt sich der zentrale Multifunktionsbildschirm im Cockpit, sodass dem Fahrer nur die wichtigen Informationen angezeigt werden. Direkt vor dem Piloten ist ein Head-Up-Kombiinstrument angebracht.

HYbrid4-Technologie als Antrieb
Für den Antrieb sorgt die hauseigene HYbrid4-Technologie. Serienmäßig eingesetzt wird sie ab Herbst 2011 im Diesel-Hybrid-Modell Peugeot 3008 HYbrid4. Auch der 508 RXH wird sie in sich tragen. Das Prinzip ist einfach: Ein Verbrennungsmotor treibt die Vorderachse an, ein Elektromotor die Hinterachse. Beide ergeben zusammen einen Allradantrieb. Soll lokal emissionsfrei gefahren werden, wird nur die Hinterachse betrieben. Im HX1 arbeiten ein 204 PS starker 2,2-Liter-Turbodiesel und ein Elektromotor mit 70 kW (95 PS). Peugeot addiert die Werte zu einer Gesamtleistung von 299 PS. Der Selbstzünder ist an ein Sechs-Stufen-Automatikgetriebe gekoppelt. Der Elektromotor wird von Lithium-Ionen-Akkus gespeist, die per Plug-in-Verfahren an einer 220-Volt-Steckdose aufgeladen werden können. Rein elektrisch betrieben, soll der HX1 30 Kilometer weit kommen. Den Spritverbrauch im EU-Fahrzyklus geben die Franzosen mit 3,2 Liter Diesel an, was einem CO2-Ausstoß von 83 Gramm je Kilometer entspricht.

Verkniffene Katzenaugen