Leichtbau und Elektroantrieb im Fokus der Auszeichnungen

Die Gewinner des ÖkoGlobe 2011 stehen fest. Fünf Autohersteller sowie vier Mobilitätsdienstleister und Zulieferunternehmen wurden für ihre Innovationen zur nachhaltigen Mobilität ausgezeichnet.

Leichtbau und Elektroantrieb
Zum fünften Mal hatte das ÖkoGlobe-Institut die Umweltpreise ausgelobt. 78 Vorschläge gingen in den neun Kategorien ein. Beherrschende Themen waren diesmal Elektromobilität und Leichtbau. So wurde BMW für die Kohlefaser-Karosserie des i3 und i8 ausgezeichnet. Auch der Opel Ampera erhielt einen ÖkoGlobe. Den Preis hatte schon vor vier Jahren die entsprechende Studie Flextreme erhalten. Diesmal wurde das im November 2011 startende Auto zusätzlich als nachhaltigste Serieninnovation ausgezeichnet. Peugeot wurde für den Dieselhybrid-Antrieb des 3008 Hybrid4 prämiert. Eine Auszeichnung bekam auch Ford, und zwar für das erste in Großserie produzierte leichte Nutzfahrzeug mit elektrischem Antrieb: den Transit Connect electric.

Bus-System von Daimler
Daimler wurde für sein Engagement beim Bus Rapid Transit geehrt. Das Bus-System ist eine Alternative zum Individualverkehr in den Großstädten von Entwicklungsländern. Gemeinsam mit Daimler produziert das Spezialchemie-Unternehmen Evonik im Joint Venture Li-Tec die Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos. Einen ÖkoGlobe erhielt Evonik aber für das Konzeptfahrzeug Wind Explorer. Besonderheit: Ein On-Board-Windrad gewinnt Energie, die in der Batterie gespeichert wird.

Continental, Airberlin und Verbio
Geehrt wurden auch der Zulieferer Continental für die Navigationssoftware eHorizon und das aktive Gaspedal Accelerator Force Feedback Pedal (AFFP). Beides zusammen soll den Spritverbrauch senken. Airberlin wurde für das Programm ,Ökoeffizientes Fliegen" ausgezeichnet, das eine verbesserte Routenplanung, ein papierloses Cockpit und die Drosselung der Geschwindigkeit umfasst. Das mittelständische Unternehmen Verbio schließlich erhielt den ÖkoGlobe für die Biogas-Herstellung im industriellen Maßstab – aus Non-Food Materialien.

503 PS stark: Audi bekommt Grüne Zitrone
Die erstmals vergebene ,Grüne Zitrone" erhielt Audi für den A1 clubsport quattro. Das Konzeptfahrzeug mit einem abgeänderten Turbomotor des Audi RS3 ist 503 PS stark. Den Sprint von null auf 100 km/h schafft der Kleinwagen in 3,7 Sekunden. Das seien Werte, die im normalen Straßenverkehr keinerlei Sinn ergeben, so die Jury. Mit dem A1 clubsport quattro setze das Unternehmen ein falsches Signal. Als Persönlichkeit des Jahres wurde Maria-Elisabeth Schaeffler geehrt, die Gesellschafterin der Schaeffler-Gruppe. Der Preis würdigt ihre unternehmerischen Leistungen sowie ihr großes kulturelles und soziales Engagement. Der ÖkoGlobe wird von den DEVK Versicherungen und dem ACV Automobil-Club Verkehr in Zusammenarbeit mit dem ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen verliehen.

ÖkoGlobe 2011