Studie einer Sportlimousine steht auf der IAA 2011

Bereits die Kia-Modelle Picanto und Rio haben mit ihrem Design für Furore gesorgt, doch auf der Frankfurter IAA (15. bis 25. September 2011) zeigen die Koreaner, dass sie sich auch mit Audi, BMW und Co. messen können. Die Studie Kia GT soll als Sportlimousine ihrem Namen alle Ehre machen.

Erstmals Heckantrieb
Die wichtigste Besonderheit des GT: Er ist der erste Kia mit Heckantrieb. Die Idee einer derart ausgelegten, leistungsstarken Limousinen beschäftigte die Stilisten im europäischen Kia-Designzentrum schon länger: ,Dieses Konzept erlaubt es uns, spannende neue Wege im Design zu gehen. Bei einem Heckantrieb-Layout sind ganz andere Proportionen möglich", so Kia-Chefdesigner Peter Schreyer. Das Team ließ sich von klassischen GTs der 1970er-Jahre inspirieren, um ein selbstbewusstes Auto ohne aggressive oder überhebliche Züge zu kreieren.

Klassisches Layout
Das Aussehen der 4,69 Meter langen und 1,38 Meter hohen Limousine wird geprägt durch eine große Motorhaube, weit vorne positionierte Vorderräder und eine deutlich nach hinten versetzte Kabine mit steil abfallendem Heck. Thematisch haben sich die Kia-Mannen bei der Luftfahrt bedient: Sichtbar wird das bei den mehrteiligen Felgen aus Leichtmetall und Kohlefaser oder auch den Kameras im Jet-Stil, welche die Außenspiegel ersetzen. Auffälligstes Designmerkmal des GT sind aber die Winglets, die seitlich an den Scheinwerfern ansetzen und den Luftstrom über einen Auslass hinter dem Vorderrad zu den Flanken leiten. Kia-Experten werden sich erinnern: Erstmals kam dieses Element bei der Studie Kee zum Einsatz, die auf der IAA 2007 stand.

Ordentlich Kraft unter der Haube
Auf der Motorhaube befindet sich eine Lufthutze. Das darunter befindliche Aggregat lässt aufhorchen. Es handelt sich um einen Turbobenziner mit Direkteinspritzung und 3,3 Liter Hubraum. Er holt aus sechs Zylindern 395 PS und ein maximales Drehmoment von 534 Newtonmeter. Um die Kraftübertragung kümmert sich eine Achtgang-Automatik. Die Portaltüren des GT öffnen in einem leichten Aufwärtswinkel und geben den Platz für vier Personen frei. Ein Radstand von 2,86 Meter soll für viel Raum sorgen. Möbliert ist der GT mit einteiligen Sitzen, die an geschwungenen Stützen befestigt sind. Die gläserne Instrumenteneinheit besteht aus drei Schichten von organischen Leuchtdioden (OLED), die den Anzeigen räumliche Tiefe verleihen sollen. Über Bedientasten im Dreispeichenlenkrad können die gewünschten Daten abgerufen werden. Der markante rote Startknopf und der drehbare Wählhebel der Automatik wurden zu einer kompakten Einheit kombiniert.

Der Traumwagen des Design-Boss
Ob und wann der Kia GT in Serie geht, ist noch völlig offen. Aber er steht bereits auf dem Wunschzettel eines bestimmten Mannes: ,Es wäre ein Traum, den GT in die Serienproduktion zu bringen – er hat ein logisches Layout mit vier Sitzen und genügend Gepäckraum. Es ist genau die Art von Auto, die Kia machen sollte", sagt Chefdesigner Peter Schreyer.

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