Seat IBL Concept

Mit dem IBL Concept zeigt Seat auf der Frankfurter IAA (15. bis 25. September) die Studie einer Mittelklasselimousine mit Stufenheck. Auf den ersten Blick könnte das Fahrzeug ein Seat-Exeo-Nachfolger sein. Doch das Concept Car nimmt kein konkretes Modell vorweg, sagt Seat. Wer das nicht glauben mag, sei an die Studien IBE vom Pariser Autosalon 2010 erinnert, ein kompaktes Elektro-Sportcoupé, aus dem bisher auch noch nichts Handfestes wurde. Oder an den IBX, ein kompaktes SUV, das Seat auf dem Genfer Autosalon 2011 zeigte.

Gepfeilte Front, schmale Leuchten
Der IBL ist mit 4,67 Meter nur einen Zentimeter länger als der heutige Exeo, der Radstand von 2,71 Meter ist sieben Zentimeter länger. Gestaltet wurde er unter der Leitung des neuen Seat-Chefdesigners Alejandro Mesonero-Romanos. Er zeigt, wo die Reise bei Seat hingeht: in Richtung von klaren Linien und einer "cleanen", das heißt schnörkellosen Optik. Vorne ist der IBL geprägt vom markentypischen Pfeil-Design, erkennbar an der Mittellinie auf der Motorhaube, die sich nach unten in einem Knick der Schürze fortsetzt. Die LED-Scheinwerfer schließen direkt links und rechts an den Grill an. Sie sind als scharfe Striche gestaltet. Die einzelnen Segmente fungieren als Fahrlicht, Blinker und Tagfahrlicht. Der untere Lufteinlass besteht aus einem chromgerahmten, oberen Teil, der die Breite betont, und einem unteren Teil in Lackfarbe. Letzterer enthält drei lange Querschlitze, die an elektrische Leiterplatten erinnern sollen – als Plug-in-Hybridfahrzeug hat der IBL ja eine Beziehung zur Elektrotechnik. Näheres zum Antrieb teilt Seat nicht mit, es geht schließlich ums Design, nicht um die Technik.

Große Räder, scharfe Leuchten
Die Seitenlinie des Seat IBL wird dominiert von den 20-Zoll-Rädern sowie einem charakteristischen Haken, den die untere Fensterlinie nach oben schlägt, bevor sie in die C-Säule übergeht. Am Heck gibt es – genau wie vorn – scharf geschnittene LED-Leuchten. Eine Lichtkante deutet den Stoßfänger an, eine Chromleiste sowie ein Diffusor unterstreichen den Eindruck der Breite.

Konfigurierbares Display
Im Interieur dominiert helles Leder. An den Türen finden sich dunkelgraue Veloursflächen, die Leisten und Kontrastnähte sind im Rot der Außenlackierung gehalten. Eine Glasfläche zieht sich vom Bereich vor dem Fahrer bis hinüber zur Mittelkonsole. Das Hauptdisplay hinter dem Lenkrad ist konfigurierbar: Es zeigt die Daten auf Rundinstrumenten oder in digitaler Form an. Je nach Modus unterscheiden sich auch die dargestellten Informationen und die Farbstimmung. Dabei darf man zwischen einem Reise-, einem Sport- und einem Spritsparmodus wählen. Das zweite Display konzentriert sich auf die Entertainment-, Kommunikations- und Navigationsfunktionen. Bedient werden die Infosysteme über zwei in die Lenkradspeichen integrierte Touchpads.

Zugfreie Klimatisierung
Besonderer Wert wurde auf die Klimatisierung gelegt. Fast die komplette Oberseite des Cockpits ist ein großflächiger Luftausströmer, was eine zugfreie Belüftung ermöglichen soll.

Bildergalerie: Scharf geschnitten