Rallye-Adam und Rundstrecken-Astra ab 2013

Manuel Reuter, Joachim Winkelhock, Keke Rosberg, Jochi Kleint und natürlich Walter Röhrl: Bei diesen Namen schnalzen Opel-Fans respektvoll mit der Zunge. Reuter und Co. stehen für die großen Motorsportzeiten der Marke Opel, deren Krönung die Rallye-Weltmeisterschaft 1982 für Walter Röhrl am Steuer des Ascona 400 war. Jetzt soll die legendäre Ära wieder aufleben, und zwar in Form zweier bezahlbarer Renngeräte für Rallye und Rundstrecke.

Emotionen durch Sport
Zweifler könnten nun anmerken, dass die wirtschaftliche Lage von Opel derzeit nicht gerade rosig ist. Und trotzdem investiert man in den Motorsport? Der stellvertretende Vorsitzende Thomas Sedran weist den Motorsportaktivitäten ,eine wichtige Rolle bei strategischen Neuausrichtung des Unternehmens" zu. Man möchte auf die erfolgreiche Tradition in diesem Gebiet setzen, um die Marke emotionaler zu machen.

Adam als Pistenschreck
Das Rallye-Engagement von Opel zielt auf die europäischen Schwerpunktmärkte, wo ein großes Interesse an dieser Rennform besteht. Als Sportgerät kommt dabei ab der Saison 2013 eine Rallye-Cupversion des neuen Opel Adam in einer Spezifikation zum Einsatz, die weitestgehend den R2-Richtlinien des Weltautomobilverbandes FIA entspricht. Im Rahmen der ADAC-Rallye-Masters-Serie werden die im Kundensport aktiven Renn-Adams einen eigenen Markenpokal ausfahren. Inklusive ist eine Sonderwertung für Fahrer bis 27 Jahre, zudem wird der Sieger einer speziellen Sichtung in der folgenden Rallyesaison besonders gefördert.

Opel in der Rallye-WM?
Die Opel-Strategie ist zunächst bis 2016 angelegt. Durch ein modulares Aufbauprogramm können besonders talentierte Adam-Piloten sich auf internationales Niveau hocharbeiten. Für die Stufen drei und vier ist die nächste Modellgeneration des Opel Corsa geplant. Nicht auszuschließen ist vor diesem Hintergrund ein Einsatz des Corsa in der WRC genannten Rallye-WM, da sich dort mit dem Ford Fiesta oder dem Citroën DS3 bereits andere Kleinwagen tummeln.

Mit dem Astra OPC auf den Ring
Als technische Basis für das Opel-Engagement auf der Rundstrecke fungiert der Astra OPC. Er soll Privatfahrern sowohl Unterstützung als auch Ersatzteile auf preisgünstigem Niveau ermöglichen. Die Cup-Astra sind technisch auf die VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zugeschnitten. Dort tragen sie in einer eigenen Klasse ihren Markenpokal aus. Als Saisonhöhepunkt ist die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife vorgesehen.

Bildergalerie: Adam kommt quer