Sport-Version der Baureihe kommt mit 250 PS

Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA stellt Ford nicht nur die Serien-Version des nächsten Focus-ST-Fünftürers vor. Die Kölner feiern vom 15. bis 25. September 2011 obendrein die Weltpremiere des Focus ST Turnier. Richtig gelesen: Den sportlichen Kompakten wird es in Europa künftig auch als Kombi geben. Da die Focus-Limousine derzeit nur als Fünftürer angeboten wird, gibt es keinen dreitürigen ST. Sowohl der Fünftürer als auch der Turnier werden stärker als das Vorgängermodell und kommen 2012 auf den Markt.

Vier- statt Fünfzylinder
Ford verspricht für den neuen Focus ST einen klasse Sound – obwohl Fans künftig auf das Fünfzylinder-Stakkato verzichten müssen. Stattdessen arbeitet in der Neuauflage ein 2,0-Liter-EcoBoost-Vierzylinder. Dieser hat damit einen halben Liter weniger Hubraum als sein ebenfalls turbo-aufgeladener Vorgänger, doch ist er mit 250 PS ganze 25 PS stärker. Auch beim Drehmoment legt der ST deutlich zu: Künftig sorgen 360 statt 320 Newtonmeter für Durchzug. Wie gehabt, wird die Kraft an die Vorderräder abgegeben und über ein Sechsgang-Getriebe verwaltet. Daneben soll der Neue 20 Prozent sparsamer sein und entsprechend weniger Emissionen freisetzen.

Neue Lenkung und abschaltbares ESP
Neu im ST ist das Sport Steering System. Es basiert auf der elektronisch geregelten EPAS-Servolenkung (Electronic Power Assisted Steering) und soll die Agilität des ST durch eine variable Lenkübersetzung verbessern. Sie arbeitet nicht nur geschwindigkeitsabhängig, sondern sorgt beispielsweise in Spitzkehren dafür, dass man weniger Lenkradumdrehungen braucht. Die Lenkung soll in Zusammenarbeit mit der neu abgestimmten Torque Steering Compensation (TSC) das volle Beschleunigen auf sehr unebenen Oberflächen oder bei großen Grip-Unterschieden zwischen den beiden angetriebenen Vorderrädern erleichtern. Überarbeitet wurde auch das ESP, das sich komplett abschalten lässt.

Angepasstes Fahrwerk
In die Fahrdynamik-Regelung TVC (Enhanced Torque Vectoring Control) wurde für den ST eine Untersteuer-Kontrolle namens CUSC (Cornering Under Steer Control) integriert. Gezielte Zugaben von Antriebskräften an die Räder soll Untersteuer-Tendenzen entgegenwirken. Den Rest erledigt das Fahrwerk, dessen Dämpfer und Federn im Vergleich zu den zivilen Focus-Versionen mit sportlicher ausgelegten Kennlinien aufwartet. Die Fahrzeughöhe fällt um 10 Millimeter niedriger aus. Speziell für den ST modifiziert wurden die Hinterradaufhängungen mit entsprechend ausgelegten Achsschenkeln und komplett neu konstruierten Querstabilisatoren.

Innen und außen mit Sport-Look
Zur Sportoptik des ST gehören unter anderem ein Heckdiffusor und ein Spoiler. Charakteristisch sind wieder kräftige Farben: Sie heißen ,Tangerine Scream", ,Spirit Blue", ,Colorado Red" und ,Frost Weiß". Serienmäßig rollt der ST auf 18-Zöllern mit 235er-Reifen. Die Felgen führen das Y-Speichen-Design des Vorgängers fort. Innen geht es ebenfalls sportlich zu. Recaro-Stoffsportsitze sorgen serienmäßig für den entsprechenden Seitenhalt in Kurven. Zur Ausstattung gehören ein selbstabblendender Innenspiegel, Scheibenwischer mit Regensensor und ein Scheinwerfer-Assistent mit Tag/Nacht-Sensor. Optional gibt es Teilleder-Sitze und eine Zweizonen-Klimaautomatik. Im dritten und höchsten Ausstattungspaket sind zudem beheizbare und achtfach elektrisch verstellbare Ledersitze, eine spezielle Recaro-Rücksitzbank sowie Bi-Xenon-Scheinwerfer enthalten. Die Markeinführung des Focus ST soll im Frühjahr 2012 erfolgen. Die Preise teilte der Hersteller noch nicht mit.

Auch als Power-Kombi