General Motors Windows of Opportunity

Gelangweilte Kinder im Fond könnten in Zukunft die Seitenfenster zu ihrer Unterhaltung nutzen, so eine Idee von General Motors. Studenten an der Bezalel Academy of Art and Design in Israel feilten das Augmented-Reality-Konzept aus. Sie entwickelten vier Beispielapplikationen für die neue Rear-Seat-Entertainment-Idee. So erlaubt es Foofu den kleinen Passagieren, mit dem Finger Bilder auf die Fensteroberfläche zu zeichnen, auch wenn diese nicht beschlagen sind. Im Mittelpunkt der zweiten Anwendung steht Otto, eine animierte Figur, die einem Insekt ähnelt. Bei seinem Flug reagiert Otto auf die Fahrgeschwindigkeit sowie die vorbeiziehende Szenerie und das Wetter draußen. Die App Nummer drei heißt Spindow und gewährt dem Passagier einen Blick in die Fenster anderer Benutzer irgendwo auf der Welt – in Echtzeit. Pond schließlich ermöglicht es, Musik und Botschaften mit anderen Benutzern in Autos auf der gleichen Straße auszutauschen.

Sensoren von EyeClick
Der von den israelischen Studenten gebaute Prototyp des interaktiven Fensters verwendet Bewegungssensoren und optische Sensoren vom US-Spezialisten EyeClick. Damit reagiert das Fenster nicht nur auf Berührungen wie ein Touchscreen, sondern auch auf Gesten, wie etwa vom Apple iPhone bekannt. Sollten die interaktiven Fenster jemals in Serie gehen, würde wohl die so genannte Smart-Glass-Technik genutzt werden. Dabei werden Bilder auf das Glas projiziert. Da sich die Transparenz des Materials einstellen lässt, ist eine Überlagerung mit der Szenerie draußen möglich. Die zugrundeliegende Technologie wird heute schon für architektonische Zwecke und für Displays genutzt.

Bildergalerie: Aus Fenstern werden Displays