Der (etwas andere) Autowäsche-Kalender 2013

Zugegeben: Beim Titel ,Autowäsche-Kalender" haben auch wir sofort an eingeseiftes Blech und schaumbedeckte Damen gedacht. Halbnackte Mädels, die in grenzwertig-jugendfreien Posen mit Schwämmen bewaffnet auf Motorhauben herumrutschen, um spielerisch mit dem Schlauch perlendes Nass nachzuspritzen ...

Darsteller aus dem realen Leben
Nichts von alledem, das hier gezeigte Monatswerk ist nicht so. ,Auf andere Weise stellt der Autowäsche-Kalender die Faszination klassischer Blechkarossen dar. Automobile Lebenskultur als harmonisches Gleichgewicht zwischen Fahrzeug und Fahrer sticht aus jedem Bild hervor", heißt es in der Pressemitteilung. Ob sich ein als Hase verkleideter Jüngling in Boxershorts auf einen Fiat 500 F von 1971 stützt, oder ob ein Franzose im rot-weiß gestreiften Retroslip vor einer Citroen-Göttin Charme versprüht – der Betrachter soll sich an den Bildern erfreuen und in den Darstellern Typen aus dem realen Leben wiederfinden.

Aufräumen mit Klischees
Der Autowäsche-Kalender entstand ursprünglich aus der Idee zweier Frauen, um Klischees der Autoszene mit Kreativität und Humor ad absurdum zu führen. ,Wir wollen den Betrachtern mit einem Augenzwinkern den Spiegel vorhalten", erklärt die Designerin Janet Schürmeyer. Mit ihren Motiven wollen die beiden Geschichten aus dem Leben erzählen. Wichtige Zutaten sind dafür Laienmodelle und der Verzicht auf Retusche. ,Unsere Motive bestechen nicht durch Hochglanzästhetik, sondern durch ihre Wiedererkennbarkeit", so die Fotografin Magdalena Schaarwächter.

Ursprünglich für die Diplomarbeit
Magdalena Schaarwächter und Janet Schürmeyer sind seit dem Sommer 2000 gut befreundet. Die ersten Autowäsche-Bilder entstanden für Janets Diplomarbeit, einem Oldtimer-Magazin für Frauen. Da die Fotostrecke gut ankam, beschlossen die beiden, die Idee zu einem Kalender auszubauen. Die 2013er-Ausgabe kostet 32 Euro und kann unter autowaesche-kalender.de bestellt werden.

Autowäsche-Kalender