Briten präsentieren potente neue Modelle und Zukunftstechnik

Lotus gibt mächtig Gas. Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA vom 15. bis 25. September 2011 stellt der Hersteller mehrere Neuheiten vor: Den Exige S, die Elise S und den bislang leistungsstärksten Lotus, den Evora GTE. Daneben präsentieren die Briten neue Getriebe-Optionen, ein Rallye-Modell, Verbesserungen an ihren Baureihen sowie Technik, wie sie in zukünftigen Modellen zu finden sein könnte.

Exige S
Der neue Exige S wiegt 1.080 Kilogramm und wird von einem 3,5-Liter-Kompressor-V6 angetrieben. Dieser leistet 350 PS und stammt aus dem Evora S. Damit ist die Neuausgabe satte 130 PS stärker als das alte Modell, das noch von einem 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbomotor angetrieben wurde. Sowohl beim In- als auch beim Exterieur unterscheidet sich der neue Exige S vom Vorgängermodell. Außen fallen neu gestaltete Elemente wie der Frontsplitter und der Heckspoiler auf. Das Interieur des Exige S ist komplett neu gestaltet worden und soll anmutiger sein. Bei der Fahrdynamik hat der Fahrer die Wahl aus den Programmen Touring, Sport und DPM (Dynamic Performance Management). Optional gibt es noch das Race-Paket mit dem vierten Modus Race, der für eine maximale Traktion beim Herausbeschleunigen aus Kurven sorgt. Zum Paket gehören außerdem noch ein optimiertes Fahrwerk sowie eine Launch Control.

Exige R-GT für den Rallye-Einsatz
Mit dem Exige R-GT will Lotus in der FIA-GT-Kategorie der FIA Rally Championship auf Asphalt bei den Rallyes Monte Carlo, Tour de Corse und San Remo starten. Der 3,5-Liter-V6-Motor stammt vom Exige S. Unter anderem mit Änderungen am Getriebe und einem Luftmengenbegrenzer für den V6 ist der R-GT fit für den Renneinsatz. Das Fahrzeug bietet Lotus mehreren Kunden-Teams an.

Elise S mit Kompressor
Die Gebete der Fans wurden erhört: Die Elise S hat deutlich mehr Schmackes als die Version mit Saugmotor. Für Vortrieb sorgt ein 1,8-Liter-Kompressormotor mit 220 PS. Zu erkennen ist die Elise S außen an neu gestalteten Details wie einem Heckspoiler, dem Diffusor oder den Scheinwerfern.

Automatik für Evora S und Elise
Die Automatik IPS (Intelligent Precision Shift) gab es bislang nur für den 280 PS starken Evora. Nun steht dieses Detail auch für den Evora S zur Verfügung. Wie das schwächere Modell kann der 350-PS-Lotus nun ebenfalls rein im Automatik-Modus gefahren werden oder über Wippen am Lenkrad manuell geschaltet werden. Insgesamt, so der Hersteller, seien für das Modelljahr 2012 über 130 Detailverbesserungen am Evora vorgenommen worden. Darunter befinden sich Modifikationen bei den Getrieben, den Motoren, dem IPS und dem Interieur. Auf der IAA 2011 stellen die Briten außerdem die Elise SPS vor. Das Kürzel steht für ,Serial Precision Shift" und stellt die neueste Getriebe-Option für die 1,6-Liter-Motorisierung dar. Wie das IPS schaltet das SPS automatisch und kann über Wippen am Lenkrad auch manuell bedient werden.

Evora GTE, der stärkste Lotus überhaupt
Eigentlich war der Evora GTE nur als Limited Edition von 25 Exemplaren für den asiatischen Markt gedacht. Lotus feierte damit nach 13 Jahren Abstinenz die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2011. Doch alleine 114 Chinesen wollten den stärksten Lotus aller Zeiten. Die Nachfrage ist also groß, und so gibt es den mindestens 444 PS starken Rennsport-Ableger auch für die USA und Europa. Durch den Einsatz von Karbon – beispielsweise bei den Stoßfängern und den Türen – fällt das Gewicht um 105 Kilogramm leichter als beim Basis-Evora aus. Dieser wiegt rund 1.380 Kilogramm.

Ausblick auf die Zukunft
Auch um die Mobilität der Zukunft macht sich Lotus Engineering Gedanken. Beispielsweise präsentiert der Hersteller den Fagor Ederlang Range Extender, einen eigenen Zweizylinder-Motor für den Einsatz als Reichweitenverlängerer. Außerdem stellt Lotus ein London-Taxi in der höchsten Austattungsvariante ,Gold" mit Brennstoffzelle vor. Die dritte Technik-Neuheit ist der Lotus Evora 414E hybrid. Er wird von zwei Elektromotoren angetrieben, die zusammen 414 PS leisten und 800 Newtonmeter Drehmoment generieren. Damit spurtet der Hybrid in vier Sekunden von null auf 100 km/h.

Bildergalerie: Lotus gibt Gas