Inder machen Billig-Auto zum millionenschweren Prunkwagen

Man stelle sich vor, Volkswagen würde uns irgendwann einen millionenschwer vergoldeten Kleinwagen präsentieren. Unwahrscheinlich? Vielleicht. Aber das haben vermutlich auch nicht wenige im Fall von Tata geglaubt. Der indische Autohersteller ist bei uns eher für seine Billig-Autos oder als Mutter von Jaguar bekannt. Doch zum Konzern gehört auch die Firma Titan Industries, die unter dem Label GoldPlus Schmuck verkauft. Um die 5.000-jährige Juwelier-Tradition Indiens zu feiern, wurde nun ein Exemplar des Kleinstwagens Nano mit Gold und Edelsteinen im Überfluss verziert.

Ein Nano-Prunkwagen
Um den Nano zu einem Prunkwagen zu machen, haben 30 Juweliere 80 Kilogramm 22-karätiges Gold, zirka 15 Kilogramm Silber und Edelsteine kunstvoll verarbeitet. Das Ergebnis ist die Umsetzung des Sieger-Entwurfs aus einem Wettbewerb, den Titan Industries firmenintern unter Designern ausschrieb. Enthüllt wurde das Fahrzeug im indischen Mumbai von Ratan N. Tata, dem CEO der Tata-Gruppe. Der Gold-Nano wird Juwelen-Kunden im Rahmen einer Marketing-Aktion an den 29 GoldPlus-Verkaufsstellen Indiens präsentiert.

Tata Nano GoldPlus ist 3,4 Millionen Euro wert
Der teuerste Serien-Kleinwagen auf dem Markt ist derzeit der Aston Martin Cygnet. Er kostet knapp 38.000 Euro und sorgt dadurch schon für Staunen. Das Einzelstück Tata Nano GoldPlus toppt den Preis um ein Zigfaches. Er kostet umgerechnet 3,4 Millionen Euro. Dafür bekäme man 89 Aston Martin Cygnet, wahlweise 201 knapp 17.000 Euro teure VW Golf 1.4 mit jeweils 80 PS oder fast drei Exemplare des seit Juni 2011 nicht mehr gebauten Supersportwagens Bugatti Veyron 16.4.

Bildergalerie: Teuerster Kleinwagen