Alles zum VW Up

Der VW Lupo war ein Flop und der Fox lohnte sich für Volkswagen nicht: Mit Kleinstwagen taten sich die Wolfsburger bisher schwer. Der Up soll zeigen, dass VW auch billig kann. Wir haben alle Fakten zu dem neuen Modell für Sie zusammengestellt.

So lang wie ein Fiat 500
Der Up ist mit 3,54 Meter etwa so lang wie der Fiat 500, der Radstand ist mit 2,42 Meter aber stolze zwölf Zentimeter länger. Beide Autos sind nur für vier Insassen ausgelegt und nur als Dreitürer verfügbar. Das Leergewicht des Up beträgt 929 Kilo, worauf VW offenbar besonders stolz ist. Wesentlich schwerer ist aber auch die Fiat-500-Basisversion mit ihren 940 Kilo nicht. Eindeutig besser als der 500 ist der Up beim Kofferraumvolumen: Hier bietet der Wolfsburger 251 bis 951 Liter, während in den Fiat 500 nur 185 bis 610 Liter passen.

Verbrauch: Höher als bei Fiats TwinAir
Zwei neue Fünfgang-Getriebe werden im Up angeboten, ein manuelles und ein automatisiertes. Außerdem gibt es zunächst zwei Motorisierungen. Die beiden Ein-Liter-Ottomotoren entstammen einer neuen Dreizylinder-Generation mit Vierventiltechnik und Multi-Point-Einspritzung (MPI). Sie leisten 60 und 75 PS. Die Grundversion verbraucht 4,5 Liter je 100 Kilometer. In der BlueMotion-Technology-Variante, die eine Start-Stopp-Automatik besitzt, soll der Verbrauch bei 4,2 beziehungsweise 4,3 Liter je 100 Kilometer liegen. Damit verbraucht der Up aber immer noch mehr als der sparsamste Fiat 500: Der kommt mit seinem TwinAir-Turbobenziner und nur zwei Zylindern nach Herstellerangabe auf 4,0 Liter, und das bei 86 PS. Sparkönig von Wolfsburg ist künftig wird die Erdgasvariante des Up mit 68 PS. Die BlueMotion-Technology-Version soll einen CO2-Emissionswert von 79 Gramm erreichen – damit würde das Auto den bisherigen Rekordhalter Smart Fortwo 0.8 cdi (86 Gramm) unterbieten. Für 2013 ist außerdem ein Elektro-Up geplant.

Mager ausgestattete Basisversion
Die Preise für den Up beginnen bei 9.850 Euro. Dafür erhält man den 60-PS-Benziner mit drei Türen und der mageren Basisausstattung Take up. Dazu zählen ESP, Frontairbags und kombinierte Kopf-Seitenairbags für vorne. Ansonsten gibt es nur eine ungeteilt umklappbare Rücksitzbank und -lehne. Die Außenspiegel werden manuell eingestellt, die Fenster per Hand gekurbelt, und eine Zentralverriegelung fehlt auch. Als Ergänzung empfiehlt sich daher das Comfort Pack für 460 Euro, bestehend aus elektrischen Fensterhebern vorn und fernbedienbarer Zentralverriegelung. Eine Klimaanlage gibt es für weitere 540 Euro, ein CD-Radio für 355 Euro.

Move up und High up
Auch die nächsthöhere Version Move up bietet noch keinen Luxus. Elektrische Fensterheber vorn und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung sind hier stets an Bord. Darüber hinaus gibt es einen höhenverstellbaren Fahrersitz, eine ungeteilt klappbare Rückbank mit geteilt umklappbarer Lehne, einen Drehzahlmesser und einen variablen Ladeboden. Die Topvariante High up bietet 15-Zoll-Aluräder, Nebelscheinwerfer, elektrisch einstellbare Außenspiegel, ein CD-Radio, eine Klimaanlage und ein Lederlenkrad.

Maps+More: Navi mit Mehrwert
Für 355 Euro Aufpreis gibt es Maps+More, ein tragbares Navi von Navigon. Damit kann man das Routenziel schon zu Hause eingeben. Im Auto wird das Navi über der Mittelkonsole eingeklickt. Navigation, Telefon und Infotainment werden dann über den Touchscreen des Navis bedient, aber auch die visuelle Anzeige der Einparksensoren erfolgt hier. Über Apps lassen sich Zusatzfunktionen verwirklichen. So bewertet zum Beispiel der ThinkBlue-Trainer die Nutzung von Gaspedal, Bremse und Getriebe. Dann erhält der Fahrer Tipps zur Verbrauchssenkung und eine detaillierte Verbrauchsübersicht der letzten Minuten. Zu den neuen Technikfeatures gehört die City-Notbremsfunktion. Unterhalb von 30 km/h überwacht ein Laser einen Raum von zehn Meter vor dem Auto. Bei akuter Kollisionsgefahr erfolgt eine Notbremsung. Was das System kostet, wurde noch nicht mitgeteilt.

Auslieferung ab Dezember 2011
Der Up ist seit 13. September bestellbar und wird ab Dezember 2011 ausgeliefert. Zur Markteinführung werden auf Basis des High up die beiden Sondermodelle Up black und Up white angeboten. Jahr um Jahr sollen weitere Modelle hinzukommen. Ansatzpunkte für die Fantasie liefern die auf der IAA gezeigten Studien. Seriennah sind der fünftürige Cross Up und der Buggy Up.

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