Viertüriges Coupé auf A-Klasse-Basis startet im April 2013

Mercedes-Chef Dieter Zetsche ist natürlich nicht der Weihnachtsmann. Trotzdem erfüllt er manchmal Wünsche: ,Die Resonanz auf das Concept Style Coupé war überwältigend. Der mit Abstand häufigste Kommentar lautete: ,Bitte baut dieses Auto in Serie!'. Genau das tun wir jetzt", so Zetsche. Gesagt, getan: Genau ein Jahr nach der Premiere der Studie in Peking rollt der neue Mercedes CLA im April 2013 zu den Händlern.

Großer Bruder der A-Klasse
Das viertürige Coupé basiert unverkennbar auf der aktuellen A-Klasse, ist aber mit 4,63 Meter um 34 Zentimeter länger und übertrifft damit sogar die Limousine der C-Klasse. In Sachen Design war der CLS das Vorbild, der CLA ist für Mercedes eine gestalterische Weiterentwicklung. Markant sind der Kühlergrill im Diamant-Look und die flügelförmigen Leuchten. Ein besonderes Highlight ist die Aerodynamik des 1,44 Meter hohen CLA. Je nach Version beträgt der Cw-Wert 0,23 oder 0,22, die Luftwiderstandsfläche liegt zwischen 0,51 und 0,49 Quadratmeter. Möglich werden diese Zahlen unter anderem durch eine großflächige Verkleidung des Unterbodens.

Voll integriert
Die Innenraumgestaltung orientiert sich an der A-Klasse, so gibt es im Cockpit fünf Runddüsen. Der CLA weist vorne wie hinten Integralsitze auf, die Fondsitzbank betont die äußeren Sitzplätze. Auf Wunsch sind farbige Kontrastziernähte erhältlich. Mit einer vollen Integration des iPhones von Apple, Möglichkeiten für Facebook und Twitter sowie einer internetbasierten Echtzeit-Navigation ist der CLA stark auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten.

Viele Helferlein
Mit an Bord sind diverse Assistenzsysteme, darunter serienmäßig ein Müdigkeitswarner sowie ein nun schon ab sieben km/h aktives adaptives Notbremssystem zur Vermeidung von Kollisionen. In einer aufpreispflichtigen Stufe mitsamt Abstands- und Temporegelung kann das System bis zu einem Tempo von 200 km/h eine autonome Bremsung durchführen. Ebenfalls im Angebot sind Systeme zum Spurhalten oder automatischen Einparken.

Allrad auf Wunsch
Das Fahrwerk des CLA verfügt über eine McPherson-Vorderachse und Raumlenker hinten. Zwei Abstimmungen sind verfügbar: eine Komfortvariante ab Werk oder optional ein Sportfahrwerk mit einer Tieferlegung von bis zu 20 Millimeter. Alle CLA weisen eine elektromechanische Direktlenkung auf, bei der das ESP-Steuergerät diverse Assistenzfunktionen auslösen kann, etwa Gegenlenken bei Übersteuern. Auf Wunsch rüstet Mercedes den CLA auch mit Allradantrieb aus. Dieser bietet eine vollvariable Momentenverteilung. Zu den Komponenten der 4Matic gehören der in das Doppelkupplungsgetriebe integrierte Abtrieb zur Hinterachse und das Hinterachsgetriebe mit elektrohydraulisch gesteuerter Lamellenkupplung.

Fünf ist Trümpf
In Sachen Motoren stehen fünf Aggregate zur Verfügung, die allesamt die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Einstiegsmodell ist der CLA 180 mit 122 PS und 210 km/h Spitze. Ihn gibt es ab Juni 2013 auch als verbrauchsoptimierte BlueEfficiency-Version. Diese ist auf 190 km/h begrenzt und soll im Durchschnitt nur fünf Liter verbrauchen. Beide 180er kosten gleich, nämlich 28.977 Euro. Das sind fast exakt 5.000 Euro mehr als eine vergleichbare A-Klasse. Darüber rangiert der CLA 200 mit 156 PS, aber ebenfalls 1,6 Liter Hubraum. Top-Benziner ist der 38.675 Euro teure CLA 250 mit 211 PS und serienmäßigem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Standard ist sonst eine Sechsgang-Schaltung. Diesel-Fans können zum Marktstart zunächst nur zum 170 PS starken CLA 220 CDI greifen, der für 37.991 Euro ebenfalls ein Doppelkupplungsgetriebe mitbringt. Im dritten Quartal 2013 stößt der CLA 200 CDI mit 136 PS dazu. Alle Motoren weisen serienmäßig eine Start-Stopp-Funktion auf. Schon in Vorbereitung ist eine heiße AMG-Variante: Sie holt per Twinscroll-Turbo aus zwei Liter Hubraum 350 PS, der Allradantrieb ist dann inklusive.

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