Großes SUV-Concept mit Diesel-Plug-In-Hybrid

Er ist größer als der Touareg, hat einen Diesel- sowie zwei Elektromotoren unter der Haube und leistet 306 PS: Die Studie VW CrossBlue wird auf der Auto Show in Detroit (19. bis 27. Januar 2013) vorgestellt und wurde eigens für den nordamerikanischen Markt konzipiert. Im Fall einer Serienproduktion würde der CrossBlue die SUV-Familie Tiguan und Touareg um einen Siebensitzer der Fünf-Meter-Klasse ergänzen.

Ein Diesel- und zwei Elektromotoren
Der CrossBlue bedient sich technisch aus VWs Legokiste mit dem sperrigen Namen ,Modularer Querbaukasten". Wie beim bunten Spielzeugklassiker auch, gibt es im MQB über Baureihen und Marken hinweg einheitliche Bausteine, die je nach Modell unterschiedlich zusammengesetzt werden können. Alle neuen MQB-Fahrzeuge sind so konzipiert, dass sie sowohl mit konventionellen Otto- und Dieselmotoren, als auch immer mit Erdgas-, Strom- oder Hybridantrieben ausgestattet werden können. Beim Amerika-SUV entschied man sich für ein Zusammenspiel zweier Antriebsarten.

Sparsamer Bulle
Dank des Plug-in-Hybridsystems, bestehend aus einem TDI Clean Diesel, zwei Elektromotoren, einem Doppelkupplungsgetriebe und einer elektrischen Kardanwelle, soll der bullige Volkswagen nur ungefähr 2,1 Liter auf 100 Kilometer benötigen – und das trotz 306 PS und bis zu 700 Newtonmeter Drehmoment. 7,5 Sekunden von null auf 100 und 204 km/h Höchstgeschwindigkeit stehen auf dem Datenblatt. Soll der CrossBlue allerdings im rein elektrischen Modus die maximale Reichweite von 33 Kilometer fahren, wird das Tempo auf höchstens 120 km/h gedrosselt.


Von Eco bis Sport
Die Wahl des Antriebs liegt beim Fahrer. Gestartet wird standardmäßig im Hybridmodus, wobei die Antriebssysteme automatisch optimal genutzt werden – so oft wie möglich sorgen dabei die beiden Elektromotoren für Vortrieb. Per Knopfdruck stehen allerdings weitere Modi zur Verfügung. Im Eco-Modus ist man besonders strom- und kraftstoffsparend unterwegs, im Sportmodus nutzt der Wagen die maximale Leistung des Gesamtsystems. Außerdem wählbar: Ein Geländemodus mit permanentem Allradantrieb, ein Lade-Modus und der reine Elektroantrieb.

Fahrend laden
Geladen wird die Lithium-Ionen-Batterie an der Steckdose – oder einfach während der Fahrt. Drückt der Fahrer das Lademodus-Knöpfchen, wird die Batterie via TDI geladen, um zum Beispiel bei der Ankunft in der Innenstadt lautlos und lokal emissionsfrei unterwegs sein zu können. Auch Rekuperieren ist kein Fremdwort für den CrossBlue. Geht der Fahrer vom Gas oder bremst, ohne das die Batterie ausreichend geladen ist, arbeiten beide Elektromotoren als Generatoren und speisen die beim Bremsen gewonnene Energie in den Lithium-Ionen-Akku ein. Der TDI ist in diesem Fall abgeschaltet und abgekoppelt. Ist die Batterie ausreichend geladen und der Fahrer nimmt den Fuß vom Gas, werden gar alle Motoren vom Antriebsstrang entkoppelt – nun ,segelt" das SUV durch den Straßenverkehr.

Klare Linien und Stromaggregat
Beim Design der Studie setzte man auf eine Mischung aus deutscher VW-Klarheit und amerikanisch-bulligen Proportionen. Bei 4,99 Meter Länge und 2,02 Meter Breite steht er mit 21-Zoll-Rädern und Spurweiten von 1,686 Meter vorne und 1,70 Meter hinten breit auf der Straße. Die Silhouette wirkt – dank weit nach hinten gezogener Dachlinie und Bügelfalte von Scheinwerfer bis Rückleute – trotz der kräftigen Statur lang gestreckt. Auffällig: Beide Flanken werden von einem Tankdeckel geziert. Auf der Beifahrerseite verbirgt sich darunter wie gewohnt der Einfüllstutzen für den Dieseltank, auf der Fahrerseite sitzen zwei Steckdosen unter der Klappe. Während die eine zum Laden der Lithium-Ionen-Batterie dient, kann an die andere beim Campingausflug in die Rockies eine Kühlbox oder eine Lampe angeschlossen werden. So könnte der Ami-Volkswagen seinen Besitzern als Stromaggregat gute Dienste leisten.

Bildergalerie: VW CrossBlue: Studie mit Hybridantrieb