Hybrid-Studie debütiert Ende April 2012 in Peking

Mit großen Schritten geht es für die i-Modelle von BMW in Richtung Serienreife. Gut ein Jahr nach der Vorstellung des i8 Concept steht auf der Automesse in Peking Ende April 2012 der BMW i8 Concept Spyder.

Etwas eingekürzt
Im Vergleich zur bisherigen Coupé-Variante weist der i8 Concept Spyder einen leicht verkürzten Radstand von 2,65 Meter auf, zudem wurde die Gesamtlänge um 15 Zentimeter auf 4,48 Meter reduziert. Außerdem ist der Spyder ein reiner Zweisitzer, das i8 Concept war noch als 2+2-Sitzer ausgelegt. Prägnante Merkmale sind die nicht mehr durchsichtigen Schwingtüren. Sie geben damit schon einen deutlichen Hinweis auf die künftige Serienversion. Unter der transparenten Glasabdeckung des Heckbereichs befinden sich zwei E-Kickboards, eine Art Skateboard mit Lenkstange und Motor. Im Innenraum wurde das Material- und Farbkonzept überarbeitet. Die Schalter waren bislang futuristisch und weisen jetzt auch schon stark auf die Serienausführung hin.

Leben und fahren
Beibehalten hat BMW die so genannte LifeDrive-Architektur, die aus unabhängigen funktionalen Einheiten besteht. Dabei bildet das ,Life-Modul" aus Kohlefaser die sehr leichte Fahrgastzelle, während die überwiegend aus Aluminium-Komponenten gefertigten ,Drive"-Module alle fahrrelevanten Funktionen inklusive Antrieb, Fahrwerk und Sicherheitsstruktur übernehmen. Insgesamt bringt der i8 Concept Spyder ein Leergewicht von 1.630 Kilogramm auf die Waage. Der Spyder wird auf der Messe in Peking ohne Dach stehen. Ein eventuelles Serienmodell eines offenen i8 bekommt ein zweiteiliges Targadach, ist aber noch nicht verabschiedet.

Doppel-Herz
Beim BMW i8 Concept Spyder steckt Plug-in-Hybridtechnik unter der dynamischen Hülle. Während auf der Vorderachse ein 96 Kilowatt respektive 131 PS starker Elektromotor arbeitet, wird die Hinterachse von einem Dreizylinder-Turbobenziner mit 164 Kilowatt beziehungsweise 223 PS angetrieben. Die Systemleistung beträgt 260 Kilowatt, das sind 354 PS. Maximal steht ein Drehmoment von 550 Newtonmeter zur Verfügung. So soll der i8 Concept Spyder in fünf Sekunden von null auf 100 km/h sprinten, bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Trotz dieser Sportwagenwerte gibt BMW den Durchschnittsverbrauch mit drei Liter auf 100 Kilometer an.

Schnelles Aufladen
Seine Energie bezieht der Elektromotor von einer Lithium-Ionen-Batterie, die an jeder Haushaltssteckdose in weniger als zwei Stunden vollständig aufgeladen werden kann. Der Akku sitzt im so genannten ,Energiekiel" zwischen Vorder- und Hinterachsmodul, um den Schwerpunkt möglichst tief zu halten. Mit vollem Energiespeicher kann der BMW i8 Concept Spyder bis zu 30 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Betont wird, dass der E-Motor kein Hilfsaggregat ist, sondern gleichwertiger Antrieb. Bei Bedarf erzeugt ein an den Verbrennungsmotor angekoppelter Hochvoltgenerator ebenfalls Strom, der in der Hybridbatterie gespeichert wird. Wahlweise können die Vorder- oder Hinterräder oder alle vier Räder gleichzeitig angetrieben werden. Eine intelligente Steuerungselektronik sorgt dafür, dass in jeder Situation die optimale Konfiguration ausgewählt wird.

Schlau vernetzt
Damit der Hybridantrieb mit maximaler Effizienz arbeiten kann, ist die Leistungselektronik mit intelligenten Navigations- und Verkehrsleitsystemen verknüpft. Auf diese Weise fließen Informationen zum Streckenprofil, zu etwaigen Tempolimits und unausweichlichen Verkehrsstaus in die Berechnungen des Energiemanagements ein, um die Betriebsstrategie des Hybrid entsprechend anzupassen.

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