Ford zeigt mit der Pick-up-Studie Atlas die Zukunft des F-150

Für die meisten Besucher der NAIAS 2013 in Detroit (19. bis 27. Januar) ist die neue Chevrolet Corvette Stingray der Messe-Star schlechthin. Doch nicht wenige US-Medienvertreter sehen das anders und heben die mächtige Pick-up-Studie Ford Atlas auf den Thron.

Der Golf der Amis
In der Tat kommt dem Ford Atlas einige Bedeutung zu, denn er zeigt die Zukunft des Ford F-150, der seit insgesamt 36 Jahren das meistverkaufte Auto in den USA ist. Zur besseren Einordnung: Man stelle sich nur vor, VW würde eine Studie des nächsten Golf präsentieren. Auch die weiteren Eckdaten des F-150 haben es in sich: Im Jahr 2008 rollte die zwölfte Modellgeneration seit 1948 an den Start, insgesamt wurden 34 Millionen Exemplare gebaut. Der in Detroit vorgestellte Ford Atlas dürfte spätestens Anfang 2014 zur Nummer 13 werden.

Think Big
Beim Atlas kleckert Ford nicht, sondern man klotzt. Das zeigt ein Blick auf die Abmessungen: Eine Länge von 6,05 Meter vereint sich mit 2,23 Meter Breite (ohne Spiegel!) und einer Höhe von 2,06 Meter zu einem ganz dicken Brocken. Ein Radstand von 3,81 Meter dürfte für genügend Platz innen wie außen sorgen. Zu den Motoren macht Ford noch keine exakten Angaben, es soll sich aber um Ecoboost-Aggregate der nächsten Generation mit Start-Stopp-Technik handeln. Die Kraftübertragung übernimmt eine Sechsstufen-Automatik. Wie gehabt nutzt der Atlas einen klassischen Leiterrahmen, hinzu kommen bei der Studie 22-Zoll-Alufelgen mit 325er-Bereifung.

Wille zur Sparsamkeit
Auch wenn es der geneigte Beobachter kaum glaubt: Ford hat dem Atlas tatsächlich Aerodynamikmaßnahmen wie einen automatischen schließenden Kühlergrill verpasst. Sogar die Räder weisen automatisch agierende Abdeckungen auf. Knapp 1,2 Liter Kraftstoff sollen so eingespart werden können. Zu den weiteren Highlights der Studie gehören LED-Lampen, eine Parkrundumsicht per Kamera und 110-Volt-Steckdosen auf der Ladefläche.

Bildergalerie: Dick in Detroit