Starker Auftritt: Audi RS 7 Sportback

Audi ist mit wahrhaft starken Modellen zur Auto Show nach Detroit (19. bis 27. Januar 2013) gereist. Neben dem SQ5-Benziner mit kräftigen 354 PS präsentieren die Ingolstädter den RS 7 Sportback.

3,9 Sekunden auf Tempo 100
Ein Vierliter-TFSI schlägt als Herz des Coupé-Fünftürers. Der Biturbo-V8 liefert zwischen 5.700 und 6.700 Umdrehungen mächtige 560 PS. Zwischen 1.750 und 5.500 Touren liegen 700 Newtonmeter Drehmoment an. Die Maschine kann den eleganten Bayern in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100 katapultieren. Auf Wunsch wird die Vmax-Sperre, die normalerweise bei 250 km/h greift, aufgehoben. Dann rennt der RS 7 Sportback bis zu 305 km/h schnell.

Zylinderabschaltung bei Teillast
Trotz seiner Performance soll der Audi im Schnitt 9,8 Liter Sprit verbrauchen. Neben einem Start-Stopp-System soll eine Zylinderabschaltung den Durst drosseln. Die so genannte ,cylinder on demand" (COD)-Technologie legt bei geringer bis mittlerer Last die Zylinder 2, 3, 5 und 8 still, indem es ihre Ventile über elektromechanische Aktoren schließt. Der TFSI arbeitet als Vierzylinder, bis der Fahrer wieder kräftiger Gas gibt. Laut Audi dauern die Umschaltungen nur wenige Hundertstel Sekunden und sollen kaum zu spüren oder zu hören sein.

Achtstufen-Tiptronic und quattro-Antrieb
Die Kraft wird von einer speziell abgestimmten Achtstufen-Tiptronic auf den Allradantrieb quattro geschickt. Dessen Kernstück ist ein Mittendifferenzial, das über einen eigenen Ölkühler temperiert wird. Es verteilt die Momente je nach Bedarf zwischen Vorder- und Hinterachse. Bei normaler Fahrt liegen hinten 60 und vorn 40 Prozent an. Eine Software – die so genannte radselektive Momentensteuerung – unterstützt die Arbeit des Differenzials im Kurven-Grenzbereich mit minimalen Bremseingriffen an den entlasteten Rädern. Gegen Aufpreis gibt es ein Sportdifferenzial, das die Kräfte stufenlos zwischen den Hinterrädern verteilt.

20 oder 21 Zoll große Felgen
Ab Werk rollt der RS 7 Sportback auf glanzgedrehten 20-Zoll-Schmiede-Leichtbaurädern, optional stehen 21-Zoll-Gussräder parat. Hinter den Felgen sitzen vier innenbelüftete Bremsscheiben, die vorderen messen 390 Millimeter im Durchmesser. Kohlefaser-Keramik-Scheiben mit 420 Millimeter Durchmesser und anthrazitgraue Sättel sind auf Wunsch zu haben. Alternativ zur Luftfederung hat der Hersteller ein Sportfahrwerk mit Stahlfedern und dreistufig einstellbaren Dämpfern im Programm. Optional ist auch eine Dynamiklenkung mit stufenlos variabler Lenkunterstützung und -übersetzung zu haben. Sie ist, ebenso wie die serienmäßige elektromechanische Lenkung, speziell auf den RS 7 Sportback zugeschnitten.

Wabengitter und Diffusor
Zu erkennen ist das Topmodell der A7-Sportback-Reihe an markanten Stoßfängern, hochglänzend schwarzen Schutzgittern mit Wabenstruktur an der Front sowie die Anbauteilen in mattem Aluminium. Am Heck fallen ein Diffusor und zwei große, elliptische Endrohrblenden ins Auge. Auch am Sound feilen die Audi-Ingenieure: Auf Tastendruck und beim kräftigen Gasgeben sollen schaltbare Klappen in der Abgasanlage den Motor kernig klingen lassen. Optional gibt es einen Sport-Auspuff.

RS-Sportsitze ab Werk dabei
Die Rundinstrumente im Cockpit haben schwarze Zifferblätter, weiße Skalen und rote Zeiger. Karbon-Applikationen und ein mit schwarzem Stoff bespannter Dachhimmel sind ebenso im Preis enthalten wie RS-Sportsitze mit ausgeprägten Seitenwangen und integrierten Kopfstützen. Zur weiteren Serienausstattung gehören Xenon-plus-Scheinwerfer, ein Reifendruck-Kontrollsystem, eine Dreizonen-Klimaautomatik und ein Soundsystem. Der RS 7 Sportback soll im zweiten Halbjahr 2013 auf den Markt kommen, zum Preis gibt es noch keine Angabe.

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