Infiniti LE Concept

Der Renault-Nissan-Konzern gibt bei Elektroautos mächtig Gas. Das Thema hat nun nach den Hauptmarken Renault und Nissan auch Infiniti erreicht. Die Nissan-Nobeltochter enthüllt auf der New York International Auto Show (6. bis 15. April 2012) die Elektro-Studie LE Concept. Das Elektromobil soll schon in den nächsten zwei Jahren in Produktion gehen.

Elektromotor mit 134 PS
Das Auto ist mit 4,74 Meter etwa so lang wie eine Mercedes E-Klasse und ähnelt dem etwa ebenso großen Infiniti G37. Für den Antrieb sorgt ein Synchron-Elektromotor mit 100 Kilowatt oder 134 PS sowie 325 Newtonmeter Drehmoment. Der Saft kommt aus einem Lithium-Ionen-Akku, der 24 Kilowattstunden speichert. Er liegt im Fahrzeugunterboden, wodurch ein niedriger Schwerpunkt erreicht wird. Die Kraft wird über ein einstufiges Getriebe übertragen. Angetrieben wird das Elektromobil über die Vorderräder – ein Novum bei Infiniti, wo bisher haben alle Modelle Hinter- oder Allradantrieb besitzen.

Induktionsschleifen für die Garage zu Hause
Die Reichweite wird mit etwa 160 Kilometer angegeben. Danach kann mit einem Schnellladesystem nachgeladen werden. Dabei setzt Infiniti auf einen Schnelllader nach dem japanischen ChaDeMo-Standard mit bis zu 50 Kilowatt Gleichstrom. Alternativ ist kabelloses Laden über eine im Boden eingelassene Induktionsschleife möglich. Das System soll sich mit geringem Aufwand in jeder Privatgarage installieren lassen. Der Ladevorgang wird über ein Smartphone oder über die beiden großen Monitore in der Mittelkonsole überwacht.

Echtzeit-Infos über neue Ladestationen
Sobald das Fahrzeug in die Nähe der Ladestation kommt, zeigt der Monitor ein 360-Grad-Rundumbild. Dann kann man das Fahrzeug von einem Parkassistenten präzise auf dem Platz über der drahtlosen Ladestation positionieren lassen. Das System lenkt nicht nur automatisch, sondern rangiert selbstständig vor und zurück. Der Fahrer beobachtet derweil über das auf dem Monitor gezeigte 360-Grad-Bild die Umgebung. Auf der Fahrt bietet das Display eine dynamische Reichweitenanzeige, die auf Onboard- und cloudbasierte Daten zurückgreift. Neue öffentliche Ladestationen werden außerdem laufend in die Onboard-Datenbank eingespeist. Über freie Ladestationen wird der Fahrer in Echtzeit informiert.

Demnächst auch noch Dacia?
Das System kann außerdem dazu verwendet werden, das Auto zu programmierten Zeiten vorzuheizen oder vorzukühlen. Auch die nächste Ladestation lässt sich damit suchen und reservieren. Infiniti hat sich also durchaus etwas einfallen lassen zum Thema Elektroauto. Wenn nach Renault und Nissan bald auch Infiniti emissionslose Fahrzeuge bringt, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Billigmarke des Konzerns nachzieht. Teure Lösungen verbieten sich da. Unser Tipp wäre ein Elektroroller.

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