Neuauflage des Luxusliners startet im Herbst 2013

Sie ist das Aushängeschild von Mercedes: die S-Klasse. Traditionell zeigen die Schwaben in der Luxuslimousine, was technisch alles machbar ist. Viele dieser Innovationen werden dann sukzessive in die unteren Baureihen weitergereicht, man denke an ABS, Airbags oder ESP in den letzten Jahrzehnten. Neueste Erlkönigbilder zeigen, dass sich die nächste S-Klasse-Generation auf der Zielgeraden befindet.

Ersatz für den Maybach
Bereits seit September 2005 ist die aktuelle S-Klasse mit dem Code W 221 auf dem Markt, doch der Spitzen-Mercedes hat stets einen längeren Modellzyklus als andere Baureihen. Daher wird man sich noch bis zur Vorstellung auf der IAA 2013 gedulden müssen. Anhand des nicht mehr stark getarnten Erlkönigs lässt sich bereits erkennen, dass die S-Klasse die ausgestellten hinteren Radhäuser verliert und insgesamt etwas sachlicher wird. Die elegante Dachlinie, welche in eine leicht abfallende Heckpartie übergeht, weckt Assoziationen zum CLS. Gleiches gilt für die Frontpartie, bei der aber ein recht großer vorderer Überhang wie bei der neuen A-Klasse zu sehen ist. Apropos Karosserie: Neben der rund 5,10 Meter langen Normalausführung wird es auch wieder eine Langversion geben. Darüber rangiert der über sechs Meter messende Pullman, der mit ultimativem Luxus den Part des eingestellten Maybach übernimmt. Vierte Variante ist das CL-Coupé.

Vorreiter für Innovationen
Technisch bietet die kommende S-Klasse viele Innovationen aus Mercedes-Forschungsfahrzeugen der letzten Jahre. Hierzu zählen ein Bremsairbag unter dem Auto, ein Gurtairbag zur Vergrößerung der Auflagefläche und adaptive Luftsäcke, die sich den Passagieren anpassen. Weitere Neuerungen sind adaptive LED-Scheinwerfer, ein Staufolgeassistent, der bis 40 km/h autonom lenkt, eine Gestensteuerung mittels ,Cam-Touch-Pad" im Cockpit sowie die ins Wischerblatt integrierten Spritzdüsen vom neuen SL.

Sauber voran
Bei den Antrieben spielt Mercedes die Umweltkarte aus. Sparsamster Verbrennungsmotor bleibt der vierzylindrige S 250 CDI mit 204 PS, am anderen Ende der Skala bleibt neben den AMG-Versionen der S 600 erhalten. Darunter rangiert der S 500, hier kommt ein neuer V8 mit 4,7 Liter Hubraum und 435 PS zum Einsatz. Er soll rund 20 Prozent sparsamer als der Vorgänger sein. Zu den Highlights zählt der S 500 Plug-in-Hybrid. Dieser besteht aus einem 300 PS starken V6-Benziner mit Direkteinspritzung und einem Elektromotor mit 109 PS. Die Lithium-Ionen-Batterie lässt sich an normalen Steckdosen aufladen, rein elektrisch soll es bis zu 120 Kilometer weit gehen. Und noch ein Highlight hat Mercedes zu bieten: Erstmals wird eine S-Klasse mit Brennstoffzelle geben. Der 2011 im Konzeptfahrzeug F125! vorgestellte Antrieb bietet 313 PS und soll nur 0,79 Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer verbrauchen. Künftig wird das S in S-Klasse also auch für sauber stehen.

Erwischt: Neue S-Klasse