Citroën Numéro 9

Zwei Jahre nach ihrer Einführung besteht die DS-Linie von Citroën aus dem DS3, dem DS4 und dem DS5. Nun stellt die Marke eine Studie vor, die die Linie fortführen könnte. Das Concept Car Numéro 9 feiert auf der Auto China (23. April bis 2. Mai 2012 in Peking) Premiere.

Citroën Panamera oder DS-Nachfolger?
Optisch erinnert die Studie an den Porsche Panamera und ist mit 4,93 Meter auch etwa so lang wie dieser. Die Höhe beträgt aber nur 1,27 Meter – gegenüber 1,42 Meter beim Panamera. Ob die Franzosen also einen Nachfolger des legendären Citroën DS in veränderter Form planen? Eine moderne Interpretation der Déesse (Göttin) ergäbe für die reiche Oberschicht Chinas vielleicht Sinn. Jedenfalls zeigt die Studie laut Citroën auch, wie die Front künftiger DS-Modelle und eine neue Lichtsignatur aussehen könnten.

Vorne Verbrenner, hinten Elektromotor
Das Concept Car ist als Plug-in-Hybrid konzipiert. Beim Layout fühlt man sich an den Dieselhybrid-Antrieb von PSA Peugeot Citroën erinnert, der unter anderem im Peugeot 508 RXH eingesetzt wird: Das System kombiniert einen Verbrennungsmotor für die Vorderachse mit einem Elektromotor an der Hinterachse. Ob der Verbrenner ein Benziner oder ein Diesel wird, ist noch nicht entschieden. Das in Peking ausgestellte Modell ist jedenfalls mit einem 225 PS starken Ottomotor mit der Bezeichnung 1.6 THP ausgestattet. Der Elektromotor bietet 70 PS (51 Kilowatt) und ein Drehmoment von 200 Newtonmeter. Den Strom dafür liefern Lithium-Ionen-Akkus, die sich an der Haushaltssteckdose in 3,5 Stunden aufladen lassen. Insgesamt ergibt sich eine Systemleistung von 295 PS.

50 Kilometer rein elektrisch
Wie beim PSA-Dieselhybrid gibt es verschiedene Modi, die vom Fahrer auch manuell aktiviert werden können. So existiert ein rein elektrischer ZEV-Modus (Zero Emission Vehicle), in dem bis zu 50 Kilometer möglich sein sollen. Ebenfalls manuell aktivierbar ist der Allradmodus. Dabei kommt dem Auto zugute, dass sich durch den elektrischen Antrieb der Hinterachse ein Vierradsystem ergibt. Der E-Motor greift aber auch beim starken Beschleunigen ein, zum Beispiel beim Überholen auf der Landstraße. Bei Autobahnfahrten übernimmt der Verbrennungsmotor dagegen allein den Antrieb.

Sprint in 5,7 Sekunden
Den Sprint auf Tempo 100 erledigt das Fahrzeug in 5,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird nicht genannt. Den Verbrauch gibt Citroën mit 1,9 Liter auf 100 Kilometer an. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Normverbrauch von Plug-in-Hybriden stark vom Nutzungsverhalten abhängt. Schließlich benötigt man gar keinen Sprit, wenn man ausschließlich elektrisch fährt, während bei hohem Tempo wohl mindestens so viel Sprit verschwindet wie bei einem reinen Benzinmodell.

Eine chinesische Göttin?