BMW erforscht Laserlicht und Medien-Assistent

Durch exklusive Innovationen sichern sich Premiummarken einen Vorsprung. Um diesen zu halten, muss aber ständig weitergeforscht werden. So arbeitet BMW nun am Nachfolger des LED-Scheinwerfers, dem Laserlicht. Die Technik wurde im i8 vorgestellt und soll schon in wenigen Jahren in Serie gehen. Das Prinzip ist einfach. Das Licht eines blauen Lasers wird von einer gelblichen Phosphorscheibe reflektiert und nach vorne auf die Straße geworfen. Dabei entsteht weißes Licht, das als Fahrlicht genutzt wird.

Kleinere Scheinwerfer möglich aber nicht erwünscht
Der Vorteil: Laserlicht stellt ein Bündel nahezu paralleler Lichtstrahlen mit hoher Leuchtdichte dar, das tausendmal intensiver als bei LEDs ist. Laserdioden sind zudem besonders klein. Dies würde winzige Scheinwerfer ermöglichen, doch das ist für die BMW-Entwickler kein Ziel: Die Leuchten sollen auch in Zukunft ein Gestaltungselement des Designs bleiben. Die Vorteile des geringen Raumbedarfs können jedoch bei der Bautiefe und somit bei der Platzierung des Scheinwerfers und bei der Karosseriegestaltung genutzt werden. Zudem werden neue Lichtfunktionen für mehr Sicherheit und Komfort möglich. Last but not least ist die Lichtausbeute bei gleichem Energieverbrauch größer: Laserlicht kann pro Watt rund 170 Lumen liefern, LED-Licht schafft dagegen lediglich rund 100 Lumen.

Infotainment-Assistent gegen das Chaos
Eine zweite Innovation, an der BMW arbeitet, ist der Infotainment-Assistent. Die Grundidee: In einem modernen Auto steht eine Vielzahl von Infotainment-Quellen zur Verfügung. Zur Musik aus dem Radio oder vom iPod kommen Telefonanrufe, E-Mails und Kalender-Erinnerungen oder Facebook- News. Um den Fahrer bei der Auswahl zu entlasten, soll ihm künftig ein Assistent Vorschläge machen. Letztere sollen sich an individuellen Präferenzen und der Fahrsituation orientieren.

Mails auf dem Weg zur Arbeit
So kann der Fahrer einstellen, dass er auf dem Weg zur Arbeit vor allem Mails erhalten und dazwischen ein wenig Musik hören möchte. Der Assistent würde dann nach einem Musikstück zum Beispiel eine frisch eingetroffene Mail vorlesen. Auf dem Display erscheinen neben dem aktuellen Inhalt auch die nächsten Vorschläge. Bei Bedarf kann der Fahrer einen oder mehrere Inhalte übergehen, einen Vorschlag ablehnen oder direkt auf einen Inhalt zugreifen.

Ein Assistent, der dazulernt
Der Assistent registriert jeden dieser Eingriffe und lernt mit jeder Eingabe dazu. Der elektronische Butler handelt sogar aktiv: Erkennt er, dass sich der Fahrer auf dem Weg zu einem Termin verspäten wird, kann er die anderen Teilnehmer des Treffens per E-Mail über die Verspätung informieren.

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