Mercedes bringt G 63 und G 65 AMG

Wie viele Pferdestärken passen unter die Haube des Mercedes G-Modells? Seit geraumer Zeit hat die Rüstungs-Frage Tradition, bisheriges Maß aller Dinge war der G 55 AMG mit Kompressor-V8 und 507 PS. Parallel zum jetzt erfolgten Facelift der Gelände-Legende gibt es nun eine üppige Kraftspritze, frei nach dem Motto: G wie gewaltig.

Mehr Leistung, weniger Verbrauch
Der neue G 63 AMG erhält den Antriebsstrang des ML 63 AMG und damit eine strahlgeführte Benzin-Direkteinspritzung, ein Start-Stopp-System und Generatormanagement. Der Biturbo-V8 holt aus 5,5 Liter Hubraum 544 PS sowie ein maximales Drehmoment von 760 Newtonmeter. Von null auf 100 km/h geht es in 5,4 Sekunden, damit liegt der kantige Allradler auf Porsche-Boxster-Niveau. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 210 km/h begrenzt. Besonders stolz ist man bei AMG auf die Verbrauchsenkung: 13,8 Liter im Durchschnitt, das sind 2,1 Liter weniger als beim G 55 AMG. Die Schaltarbeit übernimmt die so genannte ,Speedshift Plus"-Automatik mit sieben Stufen und drei Fahrprogrammen.

Optische Akzente
Serienmäßig rollt der G 63 AMG auf grau lackierten Leichtmetallrädern im 20-Zoll-Format. Bremsscheiben im Format 375 x 36 Millimeter (vorne) und 330 x 22 Millimeter hinten sorgen gemeinsam mit rot lackierten Sechskolben-Festsätteln an der Vorderachse für die angemessene Verzögerung. Weitere äußerliche Kennzeichen des Kraft-G sind ein glänzend schwarzer Kühlergrill mit vier Chromeinlegern sowie drei große Luftöffnungen im vorderen Stoßfänger. Im Innenraum nehmen die Insassen auf Raffleder-Sitzen Platz, hinzu kommen ein Kombiinstrument mit farbigem Bildschirm und der Automatik-Wählhebel im Stil des SLS AMG.

Es geht noch mehr
Wer nun gedacht hat, das Ende der Fahnenstange sei erreicht, wird von AMG eines Besseren belehrt: In den heiligen Hallen ist nichts Geringeres als der stärkste serienmäßige Geländewagen der Welt entstanden. Unter die eckige Haube haben die Schwaben den Sechsliter-V12-Biturbo versenkt. Seine Eckdaten: 612 PS und ein maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmetern, welches per Sieben-Stufen-Automatik auf alle vier Räder übertragen wird. In nur 5,3 Sekunden geht es auf 100 km/h, maximal sind abgeregelte 230 km/h drin. Der Verbrauch? 17 Liter laut Werk. CO2-Ausstoß: 397 Gramm pro Kilometer. Immerhin passt der Buchstabe der Effizienzklasse: G.

Liebling der Kunden
Optisch unterscheidet sich der G 65 AMG von seinem ,kleinen" Schwestermodell durch einen Kühlergrill mit Chromgitter, spezielle Schriftzüge und eigene 20-Zoll-Alus mit 275er-Bereifung. Innen gibt es Ledersitze im Rauten-Design, eine belederte Instrumententafel und Klavierlack-Zierteile. Die Preise für den G 63 AMG starten ab Juni 2012 bei 137.505 Euro, für den G 65 AMG werden üppige 264.180 Euro fällig. Damit ist er zurzeit der teuerste Serien-Mercedes. Das schreckt die Kunden aber keineswegs ab: Schon der G 55 AMG hatte einen Verkaufsanteil von über 40 Prozent und auch für den G 65 AMG sollen bereits zwischen 300 und 400 Bestellungen vorliegen.

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