Audi RS Q3 kommt als Serienmodell

Im April 2012 präsentierte Audi die aufsehenerregende Studie RS Q3 concept. Ein knappes Jahr später folgt jetzt die Serienversion. Das erste RS-Modell der Q-Familie feiert auf dem Genfer Autosalon 2013 (7. bis 17. März) Weltpremiere. Entwickelt wurde der RS Q3 – wie übrigens alle RS-Modelle – von der quattro GmbH in Neckarsulm.

Fünfzylinder mit 2,5 Liter Hubraum
Herzstück des sportlichen Kompakt-SUVs ist ein Fünfzylinder-Turbobenziner mit 2,5 Liter Hubraum. Der kommt in ähnlicher Form auch im TT RS und im RS 3 Sportback zum Einsatz. Im Q3 RS leistet er mit 310 PS jedoch 30 PS weniger. Die Studie war übrigens noch mit 360 PS angegeben. Das maximale Drehmoment beträgt im Serienfahrzeug 420 Newtonmeter und wird zwischen 1.500 und 5.200 Umdrehungen auf die Kurbelwelle gestemmt. Derart motorisiert, spurtet der Q3 RS in 5,5 Sekunden von null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch abgeregelten 250 km/h. Über das Fahrdynamiksystem Audi drive select mit drei unterschiedlichen Modi kann der Fahrer die Klappensteuerung der Abgasanlage und die Gaspedalkennlinie beeinflussen. In der Stellung dynamic wird das Ansprechverhalten schärfer und der Motorsound intensiver.

Serienmäßig mit S tronic und quattro
Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S tronic. Über Schaltwippen am Lenkrad oder über den Wählhebel können die Gänge auch manuell gewechselt werden. Eine Launch-Control-Funktion regelt die Beschleunigung mit optimaler Traktion aus dem Stand heraus. Im RS Q3 arbeitet das Fünfzylinder-Aggregat erstmals mit einem Start-Stopp-System zusammen. Weitere Effizienzmaßnahmen wie eine geregelte Ölpumpe, die den Schmierstoff bedarfsgerecht fördert, ermöglichen einen Normverbrauch von 8,8 Liter. Immer an Bord ist der permanente Allradantrieb quattro. Eine hydraulisch betätigte und elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung an der Hinterachse übernimmt hier die variable Verteilung der Antriebskräfte zwischen Vorder- und Hinterachse.

Sportfahrwerk und Hochleistungsbremsen
Ein Sportfahrwerk rückt die Karosserie des kleinen SUVs 25 Millimeter näher an den Asphalt. Die elektromechanische Zahnstangenlenkung vermittelt laut Audi ein straffes und präzises Lenkgefühl. Eine Hochleistungsbremsanlage soll für eine standesgemäße Verzögerung sorgen. Die innenbelüfteten und gelochten Bremsscheiben sind an den Vorderrädern mit wellenförmigen Außenkonturen gehalten, was rund ein Kilogramm Gewicht auf der Vorderachse spart. Sie haben einen Durchmesser von 365 Millimeter und werden von schwarz lackierten Achtkolben-Sätteln in die Zange genommen. Das ESP verfügt über einen Sportmodus, lässt sich aber auch ganz deaktivieren.

Muskulöser Auftritt
Optisch differenziert sich das RS-Modell deutlich von den anderen Q3-Geschwistern. So gibt es eine neue Frontschürze mit riesigen Lufteinlässen, einen Heckstoßfänger mit grauem Diffusor und markante Seitenschweller. Serienmäßig rollt der Power-Q3 auf 19-Zoll-Leichtmetallrädern. Darüber hinaus stehen 20-Zoll-Räder in drei Ausführungen zur Wahl. Als weitere Kennzeichen besitzt der RS Q3 einen Kühlergrill mit Wabenschutzgitter, eine Dachreling und Außenspiegelkappen in mattem Silber, einen Dachkantenspoiler sowie ein großes elliptisches Abgasendrohr. Mit den Optikpaketen in Aluminium matt oder Schwarz lässt sich das Auto zusätzlich individualisieren. Der Innenraum wird durch Sportsitze mit schwarzem Alcantara/Leder-Bezug und geprägten RS-Schriftzügen aufgewertet. Das unten abgeflachte Dreispeichen-Multifunktions-Lenkrad wird durch graue Kontrastnähte verziert. Die Pedalerie ist aus Aluminium gefertigt, die Dekoreinlagen sind serienmäßig in schwarzem Klavierlack ausgeführt.

Markstart im Herbst
Der Audi RS Q3 soll im Herbst 2013 zu den Händlern kommen. Im Basispreis von 54.600 Euro sind unterem Xenonscheinwerfer, dunkelrote LED-Rückleuchten, eine Einparkhilfe für vorn und hinten sowie ein Soundsystem mit zehn Lautsprechern inbegriffen.

Power-Q3 mit über 300 PS