ADAC-Schneekettentest 2011

Wen es zum Winterurlaub in die Berge zieht, sollte sie dabeihaben: Schneeketten. Im aktuellen Schneekettentest des Automobilclubs ADAC wurden klassische Ketten, Traktionshilfen und ein Spray, das als Anfahrtshilfe wirken soll, verglichen.

Zwei Ketten auf Platz eins
Keines der Produkte erreichte die Note ,sehr gut", jedoch wurden alle sieben Ketten aus Stahl mit ,gut" bewertet. Erstmals schaffte es aber auch ein Textilprodukt in Form der Michelin Easy Grip II ins Mittelfeld. Testsieger ist die klassische Schneekette Pewag Servo (Note 1,8) aufgrund bester Verschleißwerte. Außerdem ist laut ADAC die Montage einfach, Nachspannen ist nicht erforderlich. Die Walmec Klack & Go New erreichte ebenfalls die Note 1,8 und damit die Spitzenposition. Die feingliedrige Kette hat gute Werte auf allen Oberflächen. Es folgt die Thule CS-10 (2,0), welche auch nach einer Frostnacht problemlos abgenommen werden kann. Die RUDMatic Hybrid (2,0) ist eine Schneekette, die Stahl und textile Elemente mixt. Sie hat eine gute Traktion auf Eis und sehr gute Verschleißeigenschaften.

Spray ist keine Alternative
Die Schnellmontagesysteme RUD Centrax (2,1) und die Thule K-Summit (3,0) zählten im Test ebenfalls zu den Schneeketten. Sie erweisen sich bei der Montage und Demontage als recht gut, schwächeln aber auf Schnee und Eis. Das neuartige Produkt Easy Grip von Michelin aus Kunststoffseilgeflecht (2,4) lieferte im Test sensationelle Traktionswerte auf Schnee. Jedoch ist die Montage nicht ganz leicht, zudem gab es über 40 km/h Probleme mit dem Halt auf dem Rad. Keine Empfehlung ist das Reifenspray Snow Grip. Es hält nur wenige hundert Meter, danach ist es vom Reifen abgefahren. So verleitet das Spray dazu, ein Fahrzeug in Betrieb zu nehmen, das schon nach kurzer Zeit nicht mehr verkehrssicher ist. Generell rät der ADAC, das Aufziehen von Schneeketten ohne Zeitdruck in Trockenübungen zu trainieren.

Mit Stahl voran