Viele Fahrzeuge bei Nebel mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs

Der Herbst ist berüchtigt für seine örtlich auftretenden, dichten Nebelfelder. Vielen Autofahrern ist das Fahren in dieser Suppe unangenehm. Etwas Stress kann man sich aber ersparen. Der TÜV Thüringen mahnt, bei aufkommendem Nebel die Fahrzeugbeleuchtung anzuschalten und so die eingeschränkten Sichtverhältnisse zu verbessern. Die StVO schreibe das Einschalten des Abblendlichts bei eingeschränkter Sicht sogar vor. Darüber hinaus gelte es, die Geschwindigkeit anzupassen.

Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte
,Zusätzlich dürfen bei derartigen Witterungsverhältnissen die Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden", so Torsten Hesse vom TÜV Thüringen. ,Nur wenn die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt, darf die Nebelschlussleuchte zugeschaltet werden." Im Übrigen betrage die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Sichtweiten unter 50 Metern 50 km/h, außer, eine noch geringere Geschwindigkeit ist geboten, so der TÜV. Wenn sich die Sicht gebessert hat, solle man nicht vergessen, die Nebelschlussleuchte wieder auszuschalten – sonst kann der nachfolgende Verkehr geblendet werden.

Gefahr durch defekte Beleuchtung
Eine große Gefahr geht von Fahrzeugen aus, die mit defekter oder falsch eingestellter Beleuchtungsanlage unterwegs sind. Nach einem im Oktober 2011 vom TÜV Thüringen durchgeführten Lichttest war nahezu jedes fünfte untersuchte Fahrzeug (20,8 Prozent) mit Defekten an den vorderen Scheinwerfern unterwegs. Fast 14 Prozent, also jedes siebte Fahrzeug, hatten Probleme mit einer kaputten Heckbeleuchtung ,Gerade bei Nebel sind diese Verkehrsteilnehmer fahrende Unfallrisiken", warnt Verkehrsexperte Hesse. Eine weitere Gefahr geht von Fahrzeugen mit defekten Bremslichtern aus. Diese machten immerhin nahezu sechs Prozent der zum Lichttest vorgeführten Fahrzeuge aus. Der TÜV rät, die Lichter in Eigenregie vor Fahrtantritt zu prüfen.