ADAC-Parkhaustest 2011: Nur eine von 50 Anlagen ist ,sehr gut"

Zu teuer, zu dunkel, zu eng und zu schmuddelig – viele Parkhäuser sind ihren Preis nicht wert. Wie der ADAC-Test von 50 Parkhäusern in zehn deutschen Städten ergeben hat, schaffte nur eine Anlage die Note "sehr gut". Hingegen kassierten gleich drei Parkhäuser die Note "sehr mangelhaft". Auf dem Testprogramm standen jeweils fünf Großgaragen in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg und Wiesbaden. Untersucht wurden die Sicherheit, die Befahrbarkeit, die Benutzerfreundlichkeit und die Tarife.

Testsieger
Das 2006 eröffnete Parkhaus Kurhaus/Casino in Wiesbaden ließ fast keinen Wunsch offen und hat im Test am besten abgeschnitten. Es präsentierte sich den Testern übersichtlich, hell, sauber und behindertengerecht. Die Beschilderung war eindeutig, die ausreichend breiten Parkplätze schräg angeordnet und damit gut anzufahren. Auch die Rampen waren komfortabel zu befahren und gut einsehbar. Das dynamische Parkleitsystem sowie das rund um die Uhr anwesende, hilfsbereite Personal rundeten das positive Gesamtbild ab.

Testverlierer
Ganz anders das Parkhaus Kreuzstraße in Düsseldorf, das gleich in drei Kategorien null Punkte erhielt und den letzten Platz im Test belegt. Der Grund: Die Einfahrtshöhe lag mit 1,80 Meter deutlich unter dem Standard, die Parkplätze waren mit 2,25 Meter viel zu schmal. Noch schwerer wog die Tatsache, dass die rostigen Geländer auf dem Dach im Falle eines Aufpralls die Gefahr eines Absturzes bargen. Außerdem waren die Aufzüge nicht behindertengerecht und auch Kinderwagen durften damit nicht
transportiert werden.

Zu schmale Plätze
Am härtesten kritisiert der Automobilclub die insgesamt zu schmalen Parkplätze. Die empfohlene Breite von 2,50 Meter wiesen nur ein Drittel der Parkhäuser auf, die schräge Anordnung der Parkplätze gab es nur bei sieben. Große Unterschiede zeigten sich bei den Tarifen. Nicht nur zwischen den verschiedenen Städten, sondern auch innerhalb der gleichen Stadt gab es große Diefferenzen: In Dresden kostete die Stunde zwischen 80 Cent und drei Euro. Der ADAC fordert eine angemessene Stellplatzbreite, eine Mindesthöhe von zwei Metern und eine helle Ausleuchtung sowie klare Leitsysteme für Autos und Fußgänger. Frauenparkplätze sollten überwacht und wie Behindertenplätze in der Nähe des Ausgangs platziert werden. Die Tarife sollten verbraucherfreundlich in möglichst kurzen Zeiteinheiten getaktet sein.

Bildergalerie: ADAC-Parkhaustest 2011