Ford frischt sein Pony auf und bringt 659 PS starken Shelby GT500

Ford hat für das kommende Jahr sein Erfolgsmodell Mustang überarbeitet. Marktstart ist in den USA im Frühjahr 2012. Das Coupé tritt durch das Facelift aggressiver auf. Zu den Änderungen gehören ein neuer Grill, ein anderer Frontsplitter und Austritte in der Motorhaube für die heiße Luft aus dem Maschinenraum. Die Seitenschweller sind künftig die Wagenfarbe lackiert. Auch das Heck wurde modifiziert. Die Rücklichtblenden mit den drei charakteristischen, nun im Rauchglas-Look gestalteten Leuchten sind in hochglänzendem Schwarz ausgeführt. Sowohl der V6-Mustang als auch der GT mit V8 werden serienmäßig mit HID-Lampen (high intensity discharge) ausgerüstet. Zudem gibt zwei LED-Leisten, die jeweils ein anderes Leuchtmuster zeigen. Die Rückleuchten strahlen ebenfalls mit LEDs.

Mit ,pony projection light"
Aufpoliert wurde auch das Felgenangebot von 17- bis zu 19-Zöllern. Ein netter Gag ist das ,pony projection light", das in den Außenspiegeln sitzt und die Silhouette des bekannten Mustang-Ponys auf den Boden wirft. Neu im Programm sind auch die beiden Farben "Deep Impact Blue" und ,Gotta Have It Green". Zu den neuen Sonderausstattungen gehören beim V6 und dem GT Recaro-Sportsitze mit Leder- oder Stoffbezug, die derzeit nur für die sportlicheren Modelle Shelby GT500 und Boss 302 erhältlich sind. Die eingearbeiteten Kopfstützen lassen genug Platz für den Fall, dass die Insassen es auf der Rennstrecke krachen lassen und dabei Helme tragen.

GT nun mit 425 PS
Auch unter der Haube tut sich was. Mit dem Know-how aus dem 450 PS starken Mustang Boss 302 hebt Ford die Leistung des Fünfliter-V8 im GT auf 425 PS an. Im gelifteten Mustang wird außerdem ein Sechsgang-Automatikgetriebe lieferbar sein, mit dem man auch manuell schalten kann. Eine Bevormundung des Systems, etwa in Form einer Zwangshochschaltung, soll es nicht geben. Wer mit seinem manuell geschalteten GT gerne auf die Rennstrecke fährt, kann das optionale GT Track Package bestellen. Das Paket enthält eine kürzer übersetzte Hinterachse, einen besseren Kühler, griffigere Bremsbeläge und das gleiche Torsen-Differenzial, das auch im Mustang Boss 302 verbaut ist. Gleichzeitig ist in dem Paket alles aus dem aktuellen Brembo Brake Package enthalten, also innenbelüftete 14-Zoll-Bremsscheiben, spezielle 19-Zoll-Alufelgen und Sportreifen. Das Brembo Brake Package ist sowohl für manuell oder automatisch geschaltete GTs erhältlich, das Performance Package des V6 gibt es nun auch für die Automatik-Version. Erstmals werden die Mustangs mit einer Berganfahrhilfe ausgerüstet.

Track Apps zeigen Beschleunigungszeit
Zahlenfanatiker werden sich an den in einem 4,2-Zoll-Monitor angezeigten Track Apps nicht sattspielen können. Neben Dingen wie dem Spritverbrauch kann man hier auch Fahrleistungen abrufen. Beispielsweise werden der Wert der Querbeschleunigung, verschiedene Beschleunigungszeiten – etwa von null auf 60 Meilen pro Stunde oder für die Viertelmeile – sowie die Bremszeiten angezeigt. Beim standesgemäßen Cruisen sorgt eine 550-Watt-Audio-Anlage dafür, dass man Aufmerksamkeit erhält.

Boss 302 im 70er-Style
Neben den normalen Mustangs kommen auch die Sonderversionen im neuen Look daher. So stehen der 450 PS starke Boss 302 und die Sondermodellvariante Laguna Seca nun im Stil von 1970 da und tragen die charakteristischen seitlichen Streifen, die wie das Profil eines Hockeyschlägers aussehen. Als Wagenfarbe ist unter anderem das klassische Schulbus-Gelb erhältlich. Es soll an den Wagen erinnern, mit dem Parnelli Jones 1970 die Trans-Am-Meisterschaft gewann. Der Laguna Seca weist darüber hinaus noch Akzente in Sterling-Grau auf. Beim neuen Boss können nun die Abdeckungen der ursprünglich für Nebelleuchten gedachten Öffnungen zur besseren Motorkühlung – etwa auf der Rennstrecke – abgenommen werden. Zur Serienausstattung des gelifteten Boss 302 gehört außerdem ein sprachgesteuertes Bluetooth-System.

Shelby GT500 mit 659 PS
Chevrolet bringt den 550 PS starken Camaro ZL1 und was macht Ford? Der Rivale hat sein ,Special Vehicle Team" (SVT) mobilisiert und kontert mit dem neuen Shelby GT500. Der Mustang-Oberhammer tritt nun mit einem um 0,4 auf 5,8 Liter vergrößerten V8 an, der gewaltige 659 PS leistet und 813 Newtonmeter auf die Hinterräder loslässt. Zudem wird ein neuer Kompressor verwendet, die Kühlung wurde verbessert. Schneller war wohl kein Mustang vorher: Das Monster schafft über 200 Meilen pro Stunde, also über 322 km/h. Um die neuen Leistungsdimensionen auszuhalten, wurde auch das manuelle Sechsgang-Getriebe modifiziert. Die weiteren Veränderungen beinhalten ein effizienteres Aerodynamik-Kit und ein agileres Fahrverhalten. Neu im Programm ist das optionale Performance Package mit elektronisch gesteuerten Stoßdämpfern von Bilstein, deren Setup von der Abteilung SVT erarbeitet wurde. Zum Paket gehört auch ein Torsen-Sperrdifferenzial. Mit einem zusätzlichen Track-Paket macht man den Shelby GT500 endgültig fit für die Rennstrecke. Die Preise für die neuen Mustang-Modelle hat Ford noch nicht verlauten lassen.

Wilde Ponys