Neuer i Store in London und weitere Details zum i3 Concept

Die elektrische Zukunft rückt bei BMW immer näher: Bereits ab 2013 soll der i3 in Serie gehen. Im Rahmen der Eröffnung des weltweit ersten ,i Store" in London wurden nun weitere Details zur neuen Submarke bekannt gegeben.

Saubere Materialien
Unter anderem bekommt die Studie BMW i3 Concept ein neues Farb- und Materialkonzept im Innenraum. Dort kommen nachwachsende Rohstoffe wie Leder, Eukalyptus-Holz, Naturfasern und Wolle zum Einsatz. Interessant ist die Aufgliederung des Innenraums: Kein Mitteltunnel teilt ihn, die Insassen können auf durchgehenden Sitzbänken leicht die Seite wechseln, um etwa in engen Parklücken besser auszusteigen. Das Cockpit ist von einer freistehenden Lenksäule geprägt, welche die wichtigsten Bedienelemente wie Kombiinstrument, Start-Stopp-Taste und Gangwahlhebel aufnimmt. Weitere Bedieneinheiten wie die Steuerung von Klima- und Audio-Anlage sind in die Instrumententafel integriert. Drei große Displays stellen laut BMW die Schnittstelle zwischen Fahrzeug, Außenwelt und Passagieren dar. Es handelt sich um ein 6,5 Zoll großes Kombiinstrument auf der Lenksäule, ein 8,8 Zoll großes Zentraldisplay sowie, darunter angeordnet, ein Display für Klima- und Audiofunktionen.

Fahren und Leben
Bereits bekannt ist die Technik des i3 Concept: Das überwiegend aus Aluminium-Komponenten gefertigte ,Drive-Modul" integriert den Antrieb, die Batterie und das Fahrwerk, während es sich beim ,Life-Modul" um eine Fahrgastzelle aus kohlefaserverstärktem Kunststoff CFK handelt. Der Elektroantrieb leistet 125 Kilowatt respektive 170 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter bereit. Für den Sprint von null auf 60 km/h benötigt der kompakte Wagen weniger als vier Sekunden, die 100-km/h-Marke soll in unter acht Sekunden fallen. Maximal sind 150 km/h möglich. Für die Energieversorgung sind im Unterboden montierte Lithium-Ionen-Akkus verantwortlich. Sie können an einer normalen Steckdose in sechs Stunden aufgeladen werden, mit einer Schnellladevorrichtung stehen nach einer Stunde 80 Prozent bereit.

Option für Pedalritter
In das Heck des BMW i3 Concept passen zwei speziell entworfene Pedelecs aus Aluminium und Kohlefaser. Sie lassen sich für den Transport im Kofferraum zusammenfalten, aber es existiert auch ein handlicher Schiebemodus für die Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das unter 20 Kilogramm wiegende Elektro-Fahrrad wird mit Unterstützung bis zu 25 km/h schnell, eine Batterieladung reicht für 25 bis 40 Kilometer. Aufladezeit: vier Stunden normal, mit Schnellladung 1,5 Stunden.

Neue Vertriebswege
Neues gibt es zum Vertriebskonzept der BMW-i-Produkte zu vermelden. Der Verkauf soll in ausgewählten Märkten über ein so genanntes Mehr-Kanal-Modell erfolgen. Zusätzlich zum klassischen Vertragshändler sollen unter anderem ein mobiler Verkaufsaußendienst und der Kauf über das Internet angeboten werden. Alle neuen Vertriebskanäle sind untereinander vernetzt. Der Kunde kann ein Fahrzeug leasen oder komplett kaufen. Dabei schließt er immer einen Vertrag mit BMW ab und nicht mit dem Vertragshändler. Zum Start im Jahr 2013 werden voraussichtlich etwas mehr als zehn Prozent der europäischen BMW-Händler die i-Modelle verkaufen, man konzentriert sich vorerst auf die Ballungsräume. Im Lieferumfang enthalten ist ein Komplettpaket namens 360 Grad Electric: Es umfasst eine Wallbox samt Installation und Ökostrom für das Laden zu Hause, die Möglichkeit, öffentliche Ladestationen zu reservieren, und die Nutzung von Carsharing-Angeboten.

BMW: Mit dem i3 in die Zukunft