Mercedes pumpt 360 PS in den CLA 45 AMG

Wirklich überraschend kommt diese Premiere nicht: Nach dem Mercedes A 45 AMG wird nun auch dessen individueller Bruder zum CLA 45 AMG aufgemöbelt. Erstmals steht der Sportler auf der New York Auto Show (29. März bis 7. April 2013) im Rampenlicht.

Offen für alles
Optisch will Mercedes eine Brücke zum CLS 63 AMG schlagen. Daher bekommt der CLA 45 AMG seitliche, groß dimensionierte Kühlluftöffnungen, die von schwarzen Flics eingerahmt werden. Serienmäßig leuchten Bi-Xenon-Scheinwerfer die Straße aus. Weitere optische Highlights sind Seitenschwellerverkleidungen mit grauen Einsätzen, Leichtmetallräder im Doppelspeichen-Design und eine Heckschürze mit großem Diffusoreinsatz. Innen nehmen die Passagiere des CLA-Topmodells auf Sportsitzen in Ledernachbildung mit roten Ziernähten Platz, angeschnallt wird sich mit roten Gurten.

Vier gewinnt
Um den Antrieb kümmert sich ein Vierzylinder-Benziner mit zwei Liter Hubraum, strahlgeführter Direkteinspritzung und Twinscroll-Turbolader. Der maximale Ladedruck beträgt 1,8 bar. Die Folge sind 360 PS und 450 Newtonmeter maximales Drehmoment zwischen 2.250 und 5.000 Umdrehungen. In 4,6 Sekunden sprintet der CLA 45 AMG auf 100 km/h, bei 250 Sachen wird er abgeregelt. Um die Schaltarbeit kümmert sich ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen und drei Fahrprogrammen, welches direkt an den quer eingebauten Motor angeflanscht ist. Für den passenden Klang sorgt die AMG-Sportabgasanlage. Sie weist große Rohrquerschnitte und eine automatisch gesteuerte Abgasklappe auf. Letztere wird je nach Lastzustand und Motordrehzahl kennfeldgesteuert stufenlos betätigt.

Allrad inklusive
Serienmäßig ist ein Allradantrieb an Bord des Mercedes CLA 45 AMG. Für eine günstige Gewichtsverteilung ist eine elektrohydraulisch gesteuerte Lamellenkupplung mit dem Hinterachs-Differenzial verblockt. Die Lamellenkupplung erkennt, sobald an der Vorderachse Schlupf auftritt. Dann presst eine hydraulische Pumpe das Lamellenpaket zusammen und leitet das Motormoment bedarfsgerecht an die Hinterräder weiter. Für eine besonders schnelle Reaktionszeit ist die Pumpe stets aktiv und muss nicht – wie bei anderen Systemen üblich – jedes Mal neu angetrieben werden. Die Kraftverteilung ist vollvariabel ausgelegt: Im normalen Fahrbetrieb ist der CLA 45 AMG mit Frontantrieb unterwegs. Bei entsprechender fahrdynamischer Anforderung verteilt der variable Allradantrieb das Moment bis zu einem Verhältnis von 50 zu 50 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse. Die Einflussgrößen für die variable Kraftverteilung sind: Fahrgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung, Lenkwinkel, Drehzahldifferenz zwischen den einzelnen Rädern, Gangwahl und Fahrpedalstellung.

Kein billiges Vergnügen
Die geballte Ladung Technik hat ihren Preis: 56.079 Euro ruft Mercedes für den CLA 45 AMG auf. Bestellbar ist der Wagen ab Juli 2013, die Markteinführung ist für den September des gleichen Jahres geplant.

Bildergalerie: Nachschlag in New York