Supersportler Weber F1 soll 400 km/h knacken

Die Schweizer können nicht nur Uhren herstellen, Käse produzieren und Kräuterbonbons erfinden, sondern auch richtig schnelle Autos bauen. Bereits im Jahr 2007 hatte Roman Weber, Chef der gleichnamigen Firma im Kanton Thurgau, seinen Traum vom schnellsten Auto der Welt vorgestellt. F1 ,Faster One" nannte Weber seinen Boliden, der dank eines Sieben-Liter-Bi-Kompressor-V8 und 900 PS die 400-km/h-Marke knacken sollte. Der Weber F1 wurde weiterentwickelt, in ein von Richard Amiel gezeichnetes Karbon-Kleid gesteckt und soll nun erstmals im April 2014 in Dubai vorgestellt werden.

V10-Triebwerk mit zwei Turboladern
Im Team um den eidgenössischen Sportwagen-Entwickler arbeiten ehemalige Ingenieure der BMW- und Sauber-Petronas-Formel-1-Teams. Der Weber F1 soll der schnellste und zugleich leichteste allradgetriebene Supersportwagen mit Straßenzulassung sein. Dafür wurde dem Karbon-Renner ein 5,6-Liter-V10-Triebwerk mit zwei Turboladern und Intercooler verpasst. Der umfassend modifizierte Motor stammt ursprünglich von Audi. Die Maschine generiert über 1.200 PS bei 7.000 Touren und powert mit einem Drehmoment von 1.250 Newtonmeter bei 4.200 Umdrehungen. Da der Mittelmotor-Sportler gerade einmal 1.250 Kilogramm schwer ist, ergibt sich ein Leistungsgewicht von 0,96 PS/kg.

Intelligenter Allradantrieb
Die Kraft wird von einem sequenziellen Sechsgang-Getriebe auf einen selbst entwickelten Allradantrieb geschickt. Das intelligente System verteilt die Kraft je nach Bedarf, an der Vorderachse liegen bis zu 36 Prozent an. Der Weber F1 rollt auf 20-Zoll-Rädern. Vorn sind 285er, hinten 325er-Reifen aufgezogen. Gestoppt wird rundum durch von Zwölf-Kolben-Aluminium-Festsättel mit innenbelüfteten Keramik-Bremsscheiben der Dimension 380 mal 34 Millimeter.

2,5 Sekunden auf Tempo 100
Die nur 1,15 Meter hohe Flunder soll die Hunderter-Marke nach 2,5 Sekunden knacken, nach 16,2 Sekunden bereits 300 km/h schnell sein und eine Spitze weit jenseits des 400er-Striches erreichen. Ein ähnlich hoher Wert dürfte sich auch am Ende des Kassenbons abzeichnen: Nach Auskunft von Roman Weber wird hier ein Richtpreis von 1,1 Millionen Euro stehen. In Planung ist bereits eine 1.600 PS starke Variante, die sich eines Hybrid-Antriebs mit dem KERS (Kinetic Energy Recovery System) aus der Formel 1 bedient. Derzeit sucht man intensiv nach geeigneten Investoren.

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