Premiere des neuen Range Rover Sport in New York

Es ist Nacht in New York. Ein bulliges SUV rast in Agenten-Film-Manier durch die quirlige Innenstadt der Millionenmetropole. Vom Container Terminal über die Manhattan Bridge, vorbei an gelben Taxis und dampfenden Fernwärmerohren, durch den Park Avenue Tunnel. Wasser spritzt auf, die Lichter funkeln. Hinter dem Steuer: Daniel Craig. Sein Ziel: die Skylight Bar in der Moynihan Station. Der Auftrag: Den neuen Range Rover Sport pünktlich am Ort seiner Weltpremiere abliefern.

Kurzfilm zur Premiere
Diese Szenen geben nicht etwa Ausblick auf den nächsten James-Bond-Streifen, sondern stammen aus dem Kurzfilm The Delivery, den Land Rover zeitgleich zur Premierenfeier im Internet zeigt. Unter der Regie von Jonathan P. B. Taylor, der an Filmen wie Fast&Furious, Spiderman und aktuell dem neuen Stirb-Langsam-Film mitgearbeitet hat, erzählt The Delivery die Geschichte eines Fahrers, der eine streng geheime Fracht ausliefern muss. Für die aufsehenerregende Fahrt werden zahlreiche Straßen der Großstadt gesperrt.

Debüt im Rahmen der New York International Auto Show
Dass das Debüt des neuen Range Rover Sport in New York stattfindet ist kein Zufall, denn die USA sind der weltweit größte Markt für das SUV und in keiner anderen Stadt werden mehr Einheiten verkauft als im Big Apple. Da bietet sich eine Präsentation im Rahmen der New York International Auto Show (29. März bis 7. April 2013) natürlich an.


420 Kilogramm abgespeckt
Trotz eines kleinen Längenzuwaches von 62 Millimetern hat der neue Range Rover Sport laut Hersteller über 420 Kilogramm an Gewicht verloren. Verantwortlich für diesen enormen Diät-Erfolg sind nicht etwa die Weight Watchers, sondern die Karosserie aus Aluminium. Aufgrund der geringeren Masse soll sich der Edel-Brummer deutlich agiler gebärden und kann um bis zu 24 Prozent gesunkene Verbrauchswerte vorweisen. Die CO2-Emissionen liegen bei mindestens 194 g/km.

Fit fürs Gelände
Ebenfalls aus Aluminium ist die Fahrwerkskonstruktion mit einzeln aufgehängten Rädern vorn und einer Mehrlenkerachse hinten. Lange Federwege ermöglichen eine Achsverschränkung von 546 Millimetern, die Bodenfreiheit nahm um 51 auf 292 Millimeter zu. Der wie gewohnt permanent ausgelegte Allradantrieb ist im neuen Range Rover Sport in zwei Ausführungen lieferbar. Entweder mit Geländeuntersetzung, 50:50-Verteilung der Antriebskraft und einer 100-prozentigen Sperrmöglicheit, oder mit einstufigem Verteilergetriebe samt Torsendifferential, das die Antriebskraft automatisch an die Achse mit dem besseren Grip weiterleitet. Mit einer Verteilung von 42 zu 58 zwischen Vorder- und Hinterachse besitzt diese Variante Heckantriebscharakter, so Land Rover.

Technische Helfer
Eine Anzahl an technischen Helfern soll die Geländefähigkeit des Sport-SUVs unterstützen und dem Komfort und Schutz der Passagiere zu Gute kommen. An Bord befinden sich zum Beispiel eine adaptive Fahrwerkssteuerung mit stufenlos verstellbaren Dämpfern, während die leistungsstarken Modellversionen im ,Terrain-Response 2"-System über einen zusätzlichen Dynamik-Modus verfügen. Diese Systeme arbeiten mit weiteren Technologien wie der aktiven Zweikanal-Neigungssteuerung, dem aktiven Hinterachs-Sperrdifferenzial und einem System zum Torque Vectoring durch Bremseingriff, welches das Lenken durch die unterschiedliche Verteilung der Antriebsmomente an die Räder unterstützt, zusammen.


Motoren
Auf Motorenseite startet der Range Rover Sport zur Markteinführung im dritten Quartal 2013 zunächst mit drei Alternativen durch: ein 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner mit 510 PS sowie ein in zwei Leistungsstufen erhältlicher V6-Diesel – als 258 PS starker TDV6 und als SDV6 mit 292 PS. Zwei weitere Aggregate sollen folgen: Der SDV8-Diesel mit 4,4 Liter Hubraum und 339 PS kommt noch in diesem Jahr, eine Diesel-Hybrid-Version wird Ende 2013 bestellbar sein, die Auslieferung erfolgt 2014. Gekoppelt sind alle Motorvarianten mit einer elektronisch gesteuerten Achtstufen-Automatik und einem Stopp-Start-System, der schnellste Range Rover Sport beschleunigt von null auf 100 in 5,3 Sekunden.

Auf Wunsch sieben Sitze
Dank 178 Millimeter längerem Radstand kann der Innenraum erstmals auf Wunsch zwei weitere Sitze beherbergen. Wird die zusätzliche Bestuhlung nicht benötigt, verschwindet sie elektrisch im Kofferraumboden. Die Sitze in Cockpit und Fond wurden stärker ausgeformt, die Passagiere in Reihe zwei dürfen sich über 24 Millimeter mehr Beinfreiheit freuen. Für einen besseren Überblick thront der Fahrer erhöht über dem Straßenverkehr, die Mittelkonsole ist höher und stärker geneigt.

Marktstart im dritten Quartal
Ansonsten wartet der Luxus-Sportler mit jeder Menge technischer Schmankerln auf. Ein 12,3-Zoll-Display zeigt die Instrumente an, ein 8-Zoll-Display ist für die Steuerung des Infotainment zuständig. Optional ist ein farbiges Head-up-Display erhältlich, verschiedene Technologien ermöglichen die Überwachung des Fahrzeugstatus, die Lokalisierung des Fahrzeugs im Falle eines Diebstahls und das Absetzen von Notrufen. Ein erstmals verwendetes Digitalkamerasystem unterstützt die Verkehrszeichenerkennung, den Spurhalte- sowie den Fernlichtassistent.

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