Maserati Ghibli: Weltpremiere in Shanghai

Maserati stellt dem Quattroporte einen kleinen Bruder zur Seite: Die neue Mittelklasse-Limousine der italienischen Fiat-Tochter hört auf den Namen Ghibli und tritt in Konkurrenz zu Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse. Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird der Ghibli vom 21. bis 29. April 2013 auf der Automesse in Shanghai.

Der erste Maserati mit Diesel
Der von Grund auf neu entwickelte Viertürer orientiert sich optisch am Quattroporte, bleibt größenmäßig aber eine Klasse unter der 5,26 Meter langen Luxus-Limo. Maserati-typisch sind die kurzen Überhänge, der große Kühlergrill und die im Bereich der hinteren Tür nach oben abknickende Fensterlinie. Zu technischen Details hält sich die italienische Traditionsmarke noch bedeckt. Verraten wird immerhin, dass ein 3,0-Liter-V6-Turbomotor in Kombination mit einer Achtgang-Automatik den Antrieb übernimmt. Im Quattroporte sorgt dieser Motor für eine Leistung von 410 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmeter. Alternativ wird ein 3,0-Liter-V6-Selbstzünder angeboten, womit der Ghibli zum ersten Diesel-Maserati überhaupt avanciert. Serienmäßig wird die Limousine über die Hinterräder angetrieben, optional steht auch das erstmals im Quattroporte eingesetzte Allradsystem Q4 zur Verfügung.

Zwei gleichnamige Vorgänger
Bereits zwischen 1966 und 1973 hatte Maserati ein Modell namens Ghibli im Programm. Dabei handelte es sich allerdings um ein zweitüriges Coupé. In den 1990er-Jahren gab es einen weiteren Ghibli, als Ableger der Biturbo-Familie. Der neue Ghibli soll Maserati künftig zu höheren Stückzahlen verhelfen. Aktuell stehen mit dem Quattroporte und dem GranTurismo/GranCabrio nur zwei – zudem sehr hochpreisige – Baureihen zur Verfügung. Entsprechend soll der günstiger ausgerichtete Ghibli beim Erreichen des gesetzten Wachstumsziels auf rund 50.000 Einheiten im Jahr 2015 eine wichtige Rolle für die Marke spielen. Die neue Plattform könnte innerhalb des Fiat-Konzerns zudem noch weitere Abnehmer finden, etwa als Grundlage für einen großen Alfa, über den immer wieder heftig spekuliert wird.

Kleiner Quattroporte-Bruder