ADAC-Dachboxen-Test 2011

Dachboxen für den Skitransport auf dem Auto können durchaus auch mal 30 Prozent kleiner sein als angegeben, oder bei Frost sehr spröde werden. Das zeigt der ADAC-Dachboxen-Test 2011, bei dem acht Behälter untersucht wurden.

Daytona-Box wird durchschlagen
Mit ,mangelhaft" und der Gesamtnote 5,0 fällt die Dachbox mit der Bezeichnung MAC Daytona 500 durch. Beim Crash schlagen die Skier durch und die gesamte Box wird zum Geschoss. Minus 20 Grad Celsius sind der MAC Daytona außerdem zu kalt. Der Kältetest riss ein großes Loch in den Deckel. Wie die Halter richtig angebracht werden, ist in der Montageanleitung nicht ausreichend beschrieben und das Risiko damit sehr hoch, dass die Box im Crashtest vom Dach rutscht.

Geräumig, aber schlecht montierbar
Mit Gesamtnoten um 3,0 ebenfalls keine guten Ergebnisse erzielten die drei Boxen Mont Blanc Vista 450, Atera Design 560 und Rameder Xtreme 450. Die mit 520 Euro recht teure Atera Certo 560 verrutschte beim Ausweichtest, da die Klemmkraft der Befestigung nicht ausreicht. Ansonsten ist die Verarbeitung und Handhabung dieses Huckepack-Stauraums überdurchschnittlich gut. Aber auch vier gute Boxen gibt es. Die Kamei Husky XXL (2,3) ist zwar bei höheren Autos schlecht zu montieren, aber dafür ist sie sehr geräumig. Als drittbeste Box schnitt die Hapro Probox 460 (2,2) ab.

Testsieger: Zu klein, aber sonst gut
Die zweitplatzierte Jetbag Family 455 von A.T.U. liegt mit 240 Euro günstig und ist sehr leicht. Sie lässt sich allerdings nur einseitig öffnen und kann nicht alleine montiert werden. Testsieger wurde die Thule Dynamic 800. Sie bietet allerdings ein Drittel weniger Stauraum, als vom Hersteller ausgewiesen. Ansonsten fährt man gut damit, so die ADAC-Tester. Vor allem überzeugte die nahezu perfekte Verarbeitung und Handhabung des Testsiegers. Durch ein Schnellspannsystem ist sie einfach zu bedienen, ein beidseitig zu öffnender Deckel erleichtert die Be- und Entladung.

Vier Testkategorien
Getestet wurde in den Kategorien Gestaltung, Handhabung, Fahrtests und Crash-Sicherheit. Da bei mehreren Boxen die Montage schwer fiel und sie nicht immer stabil befestigt werden konnten, sollten die Hersteller laut ADAC nachbessern. Wer Skier mit einer Dachbox transportieren will, sollte Decken unter die scharfen Kanten legen und den vorderen Bereich mit Taschen oder Deckel ausstopfen. Empfehlenswert ist es, die Skilänge vorher zu messen und beim Kauf genau auf die Größe der Dachbox achten. Wer eine bequeme Montage schätzt, sollte auf Schnellverschlüsse zurückgreifen.

ADAC-Dachboxen-Test 2011