Die Neuheiten des VW-Konzerns in Shanghai

Spricht man die VW-Oberen auf das Thema China an, so kennen sie nur eine Richtung: nach oben. Das erklärte Ziel ist die Marktführerschaft, auch wenn derzeit noch General Motors knapp die Nase vorne hat. Doch die Zahlen für das erste Quartal 2013 sind ermutigend: Knapp 770.000 Fahrzeuge wurden in China verkauft, ein Plus von 21,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Kein Wunder, dass der VW-Konzern am Vorabend der Automesse seine Neuheiten mit Promis wie dem Pianisten Lang Lang oder Schauspieler Keanu Reeves zelebriert.

VW: Globale SUV-Familie
Gut 1.500 aus aller Welt angereiste Journalisten zeigen die Bedeutung, welche die wichtigen chinesischen Messen mittlerweile erlangt haben. Eine der Neuheiten des Konzerns ist zweifelsohne die 4,90 Meter lange Studie CrossBlue Coupé. Sie beherbergt ein Plug-in-Hybridsystem und gibt einen Ausblick auf den kommenden BMW-X6-Konkurrenten aus Wolfsburg. Zugleich zeigt sie, wie die SUV-Familie von VW ausgebaut wird: Einerseits der neue Tiguan ab 2014, der Teile der Optik übernimmt, andererseits ein großes, technisch weniger anspruchsvolles SUV im Stil des CrossBlue für Länder wie die USA und China.

Eine Chance für Seat
Relativ bekannt sind die Neuheiten der anderen Konzernmarken. Audi rückt den A3 in der für China wichtigen Stufenheck-Form in den Mittelpunkt, während Seat mit dem dreitürigen Leon SC punkten möchte. Apropos Seat: Hier wird die Markteinführung im Reich der Mitte gerade vorgenommen, die Verkaufszahlen sind noch bescheiden. Wenn alles gut läuft, könnte China aber zum Rettungsanker für die angeschlagenen Spanier werden. Für Skoda geht es in China schon aufwärts, mit dem überarbeiteten Superb sollen die Verkäufe weiter angekurbelt werden.

Edel kommt gut
Unverzichtbar sind in China natürlich die Nobelmarken: Porsche rollt die Rennsportvariante des 911, den RSR, ins Rampenlicht, nicht aber das Panamera-Lifting, welches erst auf der Messe enthüllt wird. Bugatti punktet mit dem Grand Sport Vitesse, der jüngst offen 408 km/h erreichte. Für Lamborghini ist China einer der wichtigsten Märkte, man darf davon ausgehen, dass viele der 100 Geburtstags-Aventador dort ihre Abnehmer finden werden. Ähnlich sieht die Situation für Bentleys aus, mit dem neuen Flying Spur hofft man, im Markt der Chauffeurs-Limousinen punkten zu können. So gesehen waren die akrobatischen Schaueinlagen während der Veranstaltung nicht sinnbildlich zu sehen: In China droht dem VW-Konzern kaum der Absturz.

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