Die Luxuslimousine tritt gegen S-Klasse und Co. an

Kia zeigt immer größeres Selbstbewusstsein. Das beweisen neue Modelle wie der Cee'd. Mit dem luxuriösen K9 tritt die Marke bereits seit Mai 2012 in Korea sogar gegen BMW 7er und Mercedes S-Klasse an. Nun kommt der Wagen als Quoris ab dem vierten Quartal 2012 auch in den internationalen Handel.

Assistenten an Bord
Technisch weist der 5,09 Meter lange Quoris einige Besonderheiten auf. Der Name der Limousine mit Hinterradantrieb leitet sich von den englischen Begriffen ,core" (Herzstück, Kern) und ,quality" (Qualität) ab. Unter der Haube arbeiten ein Sechszylinder mit 3,8 Liter und 290 PS sowie ein 4,6-Liter-V8. Die Kraftübertragung übernimmt eine Achtgang-Automatik. Der Quoris wartet mit diversen Assistenzsystemen auf, darunter eine automatische Geschwindigkeitsregelung, die den Abstand zum Vordermann hält und im Notfall eine Vollbremsung durchführt. Dauert es nach der Vollbremsung weniger als drei Sekunden, bis der Verkehr wieder fließt, setzt der Quoris seine Fahrt automatisch fort. Das Radarsystem ist in der rechten Seite des vorderen Stoßfängers untergebracht und beobachtet die Straße bis zu einer Entfernung von 174 Meter.

Vibration im Gurt
Ein so genanntes ,Advanced Vehicle Safety Management" (AVSM) warnt den Fahrer unabhängig vom Abstandsregeltempomat in drei Stufen vor einer drohenden Kollision. Diese reichen von einem optischen Signal zu einer akustischen Warnung samt Vibrationen im Sicherheitsgurt. In der finalen Phase werden die Bremsen betätigt und der Gurt gestrafft, um die Kollisionsfolgen zu mildern. Der Totwinkelassistent arbeitet mit zwei Sensoren in den äußeren Ecken des hinteren Stoßfängers. Sie können in einem Bereich bis zu 70 Meter hinter dem Fahrzeug und bis zu vier Meter seitlich davon Objekte erkennen. Aktiviert wird das System oberhalb von 30 km/h.

Aus der Vogelperspektive
Ein weiteres Sicherheitselement ist die ab 60 km/h aktive Spurverlassenswarnung, welche per Videokamera funktioniert. Mit vier Kameras auf jeder Fahrzeugseite arbeitet das Rundumsicht-Parksystem, welches einen 360-Grad-Blick aus der Vogelperspektive ermöglicht. Hiesige Kia-Fans müssen vorerst auf den Quoris verzichten: Eine Einführung in Deutschland ist derzeit nicht geplant. In den USA dürfte der Quoris preislich unter dem Schwestermodell Hyundai Equus starten. Dieses beginnt bei rund 59.000 Dollar, umgerechnet etwa 48.000 Euro.

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