Der 918 Spyder kommt Ende 2013 auf den Markt

Was hat unser Fotograf denn da erwischt? Rallye-Ikone Walter Röhrl auf der Nürburgring-Nordschleife am Steuer eines Aufsehen erregenden Porsche. Der Werkstestfahrer prüft die Abstimmung des heißesten Eisens, welches Zuffenhausen in absehbarer Zeit auf den Markt bringen wird: der 918 Spyder.

An der Spitze
Ähnlich wie einst der 917 oder der 959 soll der 918 Spyder zeigen, was ohne Rücksicht auf die Kosten technologisch möglich ist. Das spiegelt sich im Preis wieder: Jedes der 918 Exemplare des 918 Spyder wird mindestens 768.026 Euro kosten. Überhaupt ist Porsche schon jetzt freigiebig mit Informationen zu dem Supersportwagen, dessen manufakturähnliche Fertigung am 18. September 2013 (US-Schreibweise: 9/18 2013) starten wird. Klar, denn einen direkten Vorgänger, dessen Verkäufe gefährdet werden könnten, gibt es nicht. Ab November 2013 sollen die ersten Fahrzeuge des 918 Spyder ausgeliefert werden.

Im Stil der Studie
Der Erlkönig zeigt, dass sich das Design des Serien-918 eng an die Studie anlehnt, die auf dem Genfer Autosalon 2010 gezeigt wurde. Einziger wesentlicher Unterschied: Der Zweisitzer wird über ein manuelles Dachsystem mit herausnehmbaren Hälften verfügen. Diese können vorne im Kofferraum untergebracht werden. Das Monocoque samt Aggregateträger des 918 Spyder besteht aus kohlefaserverstärktem CFK. Hinzu kommen eine adaptive Hinterachslenkung und eine nach oben mündende Abgasanlage.

Misch-Antrieb
Das Highlight des Porsche 918 Spyder ist sicherlich sein Plug-in-Hybridantrieb. Laut bisherigen offiziellen Informationen besteht er aus einem V8-Hochdrehzahlbenziner mit über vier Liter Hubraum und mehr als 500 PS Leistung. Das als Mittelmotor installierte Triebwerk basiert auf dem Aggregat des Langstrecken-Rennwagens RS Spyder. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Dazu kommen zwei Elektromaschinen mit zusammen mindestens 160 Kilowatt gleich 218 PS mechanischer Leistung. Das letzte Wort in Sachen kombinierter PS-Zahl scheint noch nicht gesprochen: Porsche erwähnt im Mai 2012 sogar 770 PS.

Drei Liter und drei Sekunden
Da sich an jeder Achse ein Elektromotor befindet, wird ein Allradantrieb mit unabhängiger Steuerung der Antriebskraft an beiden Achsen möglich. Als Energiespeicher dient eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie, die innerhalb von drei Stunden an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann. Damit ist laut Porsche eine rein elektrische Reichweite von über 25 Kilometer möglich, die Höchstgeschwindigkeit beträgt hier 150 km/h. Den Gesamtverbrauch gibt der Hersteller mit exakt drei Liter auf 100 Kilometer an. Trotzdem liefert der 918 Spyder gewaltige Fahrleistungen: in höchstens 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h und eine Spitze von über 320 km/h. So soll der Supersportler in der Lage sein, die Nordschleife in weniger als 7:30 Minuten zu bewältigen. Ob Walter Röhrl es schon geschafft hat?

Erwischt: Porsche 918