Der Luxus-Mercedes debütiert 2013 mit Gurt-Airbags

Seit jeher zeigt die Mercedes S-Klasse, was technisch in Sachen Sicherheit möglich ist. Ob ABS (1978), Fahrer-Airbag (1981) oder ESP (1995): All diese Innovationen debütierten im Ober-Benz, um dann im Laufe der Jahre in niedrigeren Klassen Einzug zu halten. Ab 2013 wird die nächste Generation wieder mit diversen Neuentwicklungen aufwarten können. Wie schick diese verpackt sind, zeigen jetzt aufgespürte Erlkönige.

Neue Eleganz
Dank immer weniger Tarnung ist das endgültige Design der nächsten S-Klasse schon gut erkennbar. Formal wird der wieder in Normal- und Langversion erhältliche Luxusliner entschlackt und gestrafft. Die ausgeprägten Radhäuser weichen einer klaren Seitenlinie ohne unruhige Blechfalze, wie sie etwa die A-Klasse aufweist. Die Optik der Seitenfenster orientiert sich am vorherigen Modell, um Kontinuität zu zeigen. Das verwundert nicht, gilt doch in diesem Segment das Motto: keine Experimente! An der Frontpartie prangt ein klassischer Mercedes-Grill samt Stern auf der Haube, während die Scheinwerfer mit ihrem gebogenen Tagfahrlicht den neuen SL zitieren.Die Heckpartie verzichtet auf den aufgesetzt wirkenden Kofferraumdeckel des noch aktuellen Modells, stattdessen erinnert ihre sanft abfallende Linie an den CLS.

Virtuelle Instrumente
Im Innenraum werden die Anzeigen und Bildschirme harmonischer zusammengefasst. Zwei rechteckige Monitore bilden eine Einheit. Links werden Tacho und Drehzahlmesser angezeigt, der Fahrer kann entscheiden, welche Informationen ihm zusätzlich eingeblendet werden. Rechts werden per Touchscreen sowohl die Musikanlage als auch der Internetzugang geregelt.

Erstmals Gurt-Airbags
Bereits offiziell ist, dass die neue S-Klasse mit Gurt-Airbags, so genannten ,Beltbags", im Fond ausgerüstet wird. Sie lösen im unmittelbaren Vorfeld eines schweren Frontalaufpralls aus und verteilen die einwirkende Kraft besser auf die Insassen. Entwickelt wurden die besonderen Luftsäcke mit Blick auf neue Märkte wie China. Dort werden deutlich mehr Menschen im Fond chauffiert als in Europa. Für die erste Reihe ist der Beltbag nicht vorgesehen, da es hier bereits anderweitige Airbags gibt. In der künftigen S-Klasse dürfte ein Beifahrerairbag eingesetzt werden, der sich der Statur und der Sitzposition der Person anpasst.

Premiere in China?
Denkbar sind außerdem weitere technische Neuerungen, so etwa ein Airbag unter dem Vorderwagen, der das Auto anhebt und die Folgen eines Aufpralls verringert. Ebenfalls in der Erprobung ist ein aufblasbarer metallener Flankenschutz. Das Motorenangebot für die neue Mercedes S-Klasse wird von 204 PS im S 250 CDI bis zu 630 PS im S 65 AMG reichen. Fest eingeplant sind zudem Versionen mit Plug-in-Hybrid sowie Wasserstoffantrieb. Enthüllt wird die nächste S-Klasse frühestens im März 2013 auf dem Genfer Autosalon. Wahrscheinlicher ist aber eine Premiere auf der Auto China in Shanghai, welche vom 21. bis 29. April 2013 stattfindet. Schließlich ist China mittlerweile einer der wichtigsten Absatzmärkte für die noble Limousine.

Bildergalerie: Erwischt: Mercedes S-Klasse