256 PS starker A1 quattro

Lange wurde gerätselt: Wird er S1 heißen? Oder RS 1? Denn dass Audi eine Sportversion seines Kleinwagens in Planung hatte, war seit geraumer Zeit bekannt. Nun ist das Geheimnis gelüftet und das Einzige, was an dem Neuen unspektakulär scheint, ist der Name: A1 quattro haben die Ingolstädter ihren Rennflitzer getauft, der künftig nicht weniger als den mit Abstand stärksten Serien-Kleinwagen auf dem Markt darstellen wird.

Mehr PS hat kein Kleinwagen
Angetrieben wird der A1 quattro von einem 2.0 TFSI, der es auf stolze 256 PS bringt. Bisher war in dieser Klasse der Mini John Cooper Works mit 211 PS das Maß aller Dinge. Der Zweiliter-Turbobenziner des kleinen Audi erzeugt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter, das zwischen 2.500 und 4.500 Umdrehungen bereit steht. Das Vierzylinder-Triebwerk ist serienmäßig an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Die Fahrleistungen des neuen Super-A1 liegen auf Sportwagen-Niveau: In 5,7 Sekunden geht's von null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 245 km/h. Als Verbrauch gibt der Hersteller einen vorläufigen Wert von 8,6 Liter an.

Immer mit Allradantrieb
Wie die Typenbezeichnung schon verrät, verfügt der A1 quattro serienmäßig über einen permanenten Allradantrieb. Dessen Herzstück ist eine Lamellenkupplung, die elektronisch gesteuert und hydraulisch betätigt wird. Ihr Lamellenpaket läuft im Ölbad. Im normalen Fahrbetrieb schickt die Kupplung die Motorkräfte größtenteils an die Vorderräder. Lässt dort die Traktion nach, können die Momente stufenlos an die hinteren Räder weitergeleitet werden, indem die Lamellenpakete binnen weniger Millisekunden zusammengepresst werden. Sollte ein Rad einer Achse durchdrehen, bremst es die Elektronische Differenzialsperre (EDS) ab. Das Fahrwerk des A1 quattro fällt gegenüber dem herkömmlichen Modell erheblich straffer aus. Die elektrohydraulische Lenkung ist sportlich-direkt übersetzt, so Audi. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP integriert einen Sportmodus und lässt sich komplett abschalten, etwa für einen Ausflug auf die Rennstrecke.

Mit Zweifarb-Lackierung
Optisch gibt sich der A1 quattro alles andere als zurückhaltend. Er ist ausschließlich in der Farbe Gletscherweiß Metallic lieferbar, die Dachkuppel ist hochglänzend schwarz lackiert. Der vordere Stoßfänger ist besonders kraftvoll gezeichnet und verfügt über zusätzliche Lufteinlässe. Der Rahmen und das Gitter des Kühlergrills sind glänzen schwarz. In den Scheinwerfern finden sich geschwungene Stege in Rot. Der Grill, der Dachbogen und die Heckklappe tragen quattro-Embleme. Hinten fallen der große zweifarbige Dachflügel, der schwarz lackierte Bereich rund um das Nummernschild sowie der mächtige Diffusor auf. Die LED-Rückleuchten sind abgedunkelt, die Abgasanlage mündet links und rechts in zwei polierten Endrohren mit jeweils 100 Millimeter Durchmesser. Mit knapp 3,99 Meter fällt der A1 quattro rund drei Zentimeter länger aus als seine Geschwister. Für einen standesgemäßen Auftritt sorgen weiße 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Turbinendesign.

Individuelles Interieur
Der Innenraum des A1 quattro ist überwiegend schwarz gehalten. Die serienmäßigen Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und die Armauflagen in den Türen sind mit Leder bezogen. Rote Ziernähte setzen Kontraste, auch auf dem unten abgeflachten Sportlenkrad. Im Instrumenteneinsatz fallen die weißen Zeiger, der rote Drehzahlmesser und das quattro-Logo auf. Der Schaltknauf sowie die Fußstütze und die Pedalkappen sind aus Aluminium gefertigt. Der Kofferraum des ausschließlich als Dreitürer erhältlichen Top-A1 fällt kleiner aus als bei seinen Geschwistern. Er fasst zwischen 210 und 860 Liter, normalerweise sind es 270 bis 920 Liter.

Immer mit Vollausstattung
Der A1 quattro wird ausschließlich mit Vollausstattung angeboten. Diese schließt unter anderem Xenonscheinwerfer, einen Fernlichtassistenten, eine Einparkhilfe hinten, eine Klimaautomatik und einen Tempomaten mit ein. Ebenfalls immer mit an Bord sind das Multimediasystem MMI Navigation Plus und ein Bose-Soundsystem mit 14 Lautsprechern. Der Online-Dienst Audi connect ermöglicht Zugang zum Internet und erlaubt die Nutzung spezieller Web-Dienste wie etwa Google Earth. Mitfahrer können zudem Laptops und Smartphones mit dem integrierten WLAN-Hotspot koppeln. Marktstart für den A1 quattro ist im zweiten Halbjahr 2012. Was das Auto kosten wird, ist noch nicht bekannt. Interessenten sollten dennoch nicht allzu lange zögern, denn der A1 quattro ist auf lediglich 333 Exemplare limitiert.

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