Die China-Limousine wird speziell für Europa entwickelt

Bislang war die Angst vor der chinesischen Invasion auf dem europäischen Automarkt unbegründet. Zu unsicher waren die Fahrzeuge, auch die Qualität war meistens fragwürdig. Daraus wurden Lehren gezogen: Chinesische Autofirmen beteiligen sich an europäischen Herstellern wie Volvo. Einen speziellen Weg beschreitet die neue China-Marke Qoros und konstruiert ein auf Europa zugeschnittenes Modell. Ein Erlkönig zeigt jetzt dessen Design.

Bekanntes Personal
Was verbirgt sich hinter Qoros? Es handelt sich um ein Ende 2007 gegründetes chinesisch-israelisches Gemeinschaftsunternehmen unter Federführung von Chery, dem siebtgrößten Autoproduzenten in China. Der etwas schwer auszusprechende Markenname leitet sich vom griechischen ,khoros" ab, auf dem auch das deutsche Wort ,Chor" basiert. Um in Sachen Design und Qualität punkten zu können, verpflichtete Qoros den ehemaligen Mini-Designer Gert Hildebrand und den früheren VW-Manager Volker Steinwascher. 95 Prozent der Fahrzeugkomponenten stammen von namhaften Zulieferern, in die Entwicklung ist Magna aus Graz eingebunden.

Stufe zuerst
Erstes Ergebnis der Entwicklungsarbeit ist eine Limousine. Sie wirkt optisch durchaus ansehnlich, hebt sich aber nicht außergewöhnlich aus der bekannten Stufenheck-Masse hervor. Die Entscheidung für die Stufe ist den Märkten in Osteuropa und China geschuldet. Um auch in Westeuropa auf Stückzahlen zu kommen, stehen ein Kombi und ein Kompakt-SUV bereits fest im Fahrplan bis 2014. Alle drei Varianten werden auf der gleichen Plattform basieren. Auch ein Elektroauto ist eingeplant. Bereits 2013 sollen 150.000 Fahrzeuge vom Band in Changshu nahe Shanghai laufen, langfristig sind 300.000 Fahrzeuge geplant. Von ihnen soll die Hälfte in Europa verkauft werden. Gelingen soll es über den Preis: Denkbar sind rund 14.000 Euro, das wäre das Niveau des günstigsten Skoda Rapid. Der Qoros dürfte aber über mehr Leistung und Ausstattung verfügen.

Erwischt: Qoros