Mercedes präsentiert die neue S-Klasse

Magic Body Control, Energizing-Massage nach dem Hot-Stone-Prinzip, Air-Balance-Paket mit aktiver Beduftung – was nach Anwendungen im Wellness-Hotel klingt, sind in Wirklichkeit einige der technischen Schmankerln der neuen S-Klasse von Mercedes.

Richtungsweisend
Nach langer Wartezeit präsentierten die Schwaben ihr Flaggschiff am Abend des 15. Mai 2013 der versammelten Presse. Selten war eine Modellgeneration so wichtig für das Unternehmen, selten verkörperte eine Markteinführung so sehr das Stuttgarter Marken-Motto ,Das Beste oder nichts". Die S-Klasse soll als Spitzenmodell den vor sich hin dümpelnden Konzern wieder ins richtige Fahrwasser bringen. Gelingt dies nicht, ist ein Führungswechsel auf der Kommandobrücke nicht ausgeschlossen.

Das beste Automobil
Die zu erfüllenden Erwartungen sind hoch, immerhin spricht Mercedes selbst vom besten Automobil der Welt", dem auch die neue Generation der S-Klasse wieder gerecht werden soll. Die Mittel dafür: schlichte, zeitlose Eleganz, höchste Wertanmutung und eine schier endlos lange Liste von Gimmicks für Komfort und Sicherheit.

Im Dialog
In der ersten Reihe bleiben wenig Wünsche offen. Zwei hochauflösende Farbdisplays mit Bildschirmdiagonalen von jeweils 12,3 Zoll beziehungsweise 30,7 Zentimeter lösen das traditionelle Kombiinstrument ab und bilden die Informationszentrale der Luxuslimousine. Der linke Monitor sitzt hinter dem Lenkrad und zeigt alle für den Fahrer relevanten Informationen. Der andere Bildschirm ist für das Infotainment-System und die Komfortfunktionen zuständig. Navi, Radio und Telefon lassen sich auf Wunsch per Sprachsteuerung bedienen, neu an Bord ist die Möglichkeit, sich SMS und Emails vorlesen zu lassen.

Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit
In puncto Sicherheit setzt die neue S-Klasse wie erwartet Maßstäbe. Der Luxusliner kann Fußgänger erkennen, selbstständig bremsen, drohende Heckkollisionen erahnen, teilautonom Staufolgefahren, belegte Nachbarspuren erkennen, das Fernlicht abblenden, Mensch und Tier dank Wärmebildkamera in völliger Dunkelheit ausfindig machen und vieles mehr.

Langer Radstand als Basis
Zum ersten Mal in der Geschichte der S-Klasse stand die Limousine mit dem langen Radstand im Zentrum der Entwicklung, die normale Version wurde davon abgeleitet. Das liegt zum einen daran, dass die S-Klasse von nun an die Limousinen der eingestellten Marke Maybach ersetzt. Außerdem verkauft sie sich besonders in Asien sehr gut. Dort wird die Nobelkarosse, anders als in Europa und Nordamerika, hauptsächlich als Chauffeursfahrzeug genutzt. Die logische Folge ist die Konzentration auf die Langversion und eine ganze Reihe an Neuerungen, die speziell den Komfort und die Sicherheit der Passagiere im Fond betreffen.

Büro und Wellness-Oase
Für die S-Klasse mit verkürztem Radstand stehen zwei Fondsitz-Varianten – Bank oder Einzelsitze – zur Wahl, bei der Langversion sind es sogar fünf. Der hinter dem Beifahrersitz untergebrachte Liegesessel ist mit einer Wadenauflage ausgestattet, die in der Länge und im Schwenkbereich frei eingestellt werden kann. Doch nicht nur für angenehmes Ruhen, sondern auch für den optimalen Komfort beim Arbeiten und Entspannen wird im Stuttgarter Luxusliner Sorge getragen. So ermöglichen beispielsweise 14 separat ansteuerbare Luftkissen in der Lehne eine Massage nach dem Hot-Stone-Prinzip. Der verspannte Fahrgast kann zwischen sechs verschiedenen Massageprogrammen wählen, zwei davon arbeiten mit Wärmeunterstützung. Ebenfalls behaglichen Komfort spenden die beheizbaren Armauflagen, das beheizte Lenkrad sowie die besonders rasch ansprechende Sitzheizung Plus.

Von Hybrid bis Diesel
Mit S 300 BlueTec Hybrid, S 350 BlueTec, S 400 Hybrid und S 500 stehen im ersten Jahr der neuen S-Klasse zwei Hybride und ein Benziner sowie ein Diesel zur Wahl. Alle Modelle sollen in ihren Klassen führend bei der Effizienz sein – gegenüber dem Vorgänger konnte der Verbrauch um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Sämtliche Motoren mit einem Leistungssprektrum von 204 bis 455 PS unterbieten die Grenzwerte der Euro-6-Abgasnorm. Der S 400 Hybrid und S 350 BlueTec erfüllen zudem die strengen Kriterien der Effizienzklasse A, der S 300 BlueTec Hybrid ist sogar in die Klasse A+ eingestuft. Bei den Händlern steht die Luxuskarosse ab Sommer 2013, der Einstiegspreis für den S 350 BlueTec mit kurzem Radstand liegt bei 79.790 Euro.

Das Beste oder nichts