Ford Mondeo: Die neue Generation

Ford stellt auf der North American International Auto Show (NAIAS, 9. bis 22. Januar 2012 in Detroit) die vierte Generation des Mondeo vor. Der Wagen wurde laut Hersteller vollkommen neu entwickelt. Auf dem nordamerikanischen Markt startet das Fahrzeug unter dem Namen ,Fusion", in Europa heißt der Mittelklasse-Wagen aber ,Mondeo".

Neues Markengesicht
Die dynamische Linienführung des neuen Mondeo hat bereits die im Sommer 2011 vorgestellte Studie Evos vorweggenommen. Das schnittige Design wird vom neuen Markengesicht dominiert. Dieses Gesicht werden nach und nach alle Ford-Modellreihen weltweit aufsetzen – bisher gab es teilweise deutliche Design-Unterschiede zwischen nordamerikanischen und europäischen Fahrzeugen der Marke. Für einen hochwertigen Eindruck sorgen die schmalen, perfekt ins Karosserie-Design eingepassten Frontscheinwerfer, die LED-Rücklichter und polierte Endrohre.

Cockpit-Interieur
Für den Innenraum des neuen Mondeo verspricht Ford viele Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger. Das Cockpit ist fahrerorientiert und das Armaturenbrett rückt näher an die Frontscheibe, was dem Platzangebot zugutekommen soll. Die Sitze sollen dank neuer Polsterflanken komfortabler geworden sein. Alle Flächen, mit denen die Passagiere direkt in Kontakt kommen, wurden laut Ford besonders hochwertig ausgeführt.

Aktive Assistenten, viel Sicherheit
Sensoren, Kameras und ein Radar-System sorgen beim neuen Mondeo für mehr Sicherheit und Komfort. So wird es einen aktiven Spurhalte-Assistenten (Lane Keeping Aid) geben, der per Kamera die Fahrspur-Markierungen erkennt und beim Überfahren selbiger ohne aktiviertes Blinklicht den Fahrer mit Lenkrad-Vibrationen warnt. Reagiert der Fahrer nicht auf dieses Signal, kommt es zu einem zeitlich begrenzten Lenkeingriff. Außerdem ist ein adaptiver Abstandstempomat zu haben, der die Geschwindigkeit des Mondeo der des vorausfahrenden Fahrzeugs anpasst. Ein Toter-Winkel-Warner (Blind Spot Information System) überwacht die schwer einsehbaren Bereiche rechts und links des Fahrzeugs und warnt bei Gefahr mit einem LED-Licht in den Außenspiegeln. Knieairbags für Fahrer und Beifahrer vorne sollen genauso die Sicherheit erhöhen wie die neue Sprachbedienung für das Kommunikations- und Entertainment-System. Der neue Einparkassistent erkennt passende Parklücken am Straßenrand und übernimmt die Lenkarbeit beim Einparken – der Fahrer muss nur noch Gas geben oder bremsen.

Dynamisches Fahrwerk
Auch das Fahrwerk des Mondeo soll laut Ford in einer ganz neuen Liga spielen. Der Hersteller verspricht durch das Zusammenspiel von elektrischer Servolenkung und McPherson-Federbeinen vorne sowie neu entwickelter Mehrlenker-Hinterachse frische Dynamik- und Komfort-Qualitäten. Außerdem wurde der Unterboden des Mondeo komplett verkleidet, was zum einen der Aerodynamik und zum anderen einem verminderten Innenraum-Geräuschniveau zugutekommen soll. Auch sonst wurden gewichtsoptimierte Dämm-Materialien verwendet – Ford spricht in Sachen Akustik-Komfort von einem der besten Modelle im Segment. Die Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Versionen des Mondeo bekommen zusätzlich eine aktive Geräusch-Kontrolle (Active Noise Control), die störende Abrollgeräusche zugunsten des Motorklangs reduzieren soll.

Effiziente Motoren, neue Getriebe
Der neue Mondeo kommt mit neuen Triebwerken zum Kunden. Dazu zählen EcoBoost-Vierzylinder mit Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung ebenso wie eine Hybridvariante und eine Version mit Plug-in-Hybrid. An Start-Stopp-Systeme gekoppelte Sechsgang-Schalt- und Automatikgetriebe teilen die Momente ein, auf die Straße gelangen die Kräfte per Front- oder Allradantrieb. Der Mondeo mit 1,6-Liter-Saugmotor wird das erste Ford-Modell sein, bei welchem eine Automatikschaltung mit einer Start-Stopp-Funktion kombiniert ist. Diese soll den Verbrauch um voraussichtlich 3,5 Prozent senken. Die 2,0-Liter-Version dieses Motors ist optional mit dem Allradantrieb verfügbar.

Hybride
Einen momentan besonders für den US-Markt wichtigen Hybridantrieb bekommt der Mondeo in zwei Versionen. Der Mondeo Hybrid war bereits in seiner Vorgänger-Version als Fusion Hybrid auf dem nordamerikanischen Markt verfügbar. Das neue Modell bekommt eine Lithiumionen-Batterie anstelle eines schwereren und weniger leistungsfähigen Nickel-Metallhydrid-Speichers. Damit steigt die bei rein elektrischer Fahrt mögliche Höchstgeschwindigkeit von 76 auf 100 km/h. Als Verbrennungsmotor löst ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner das vorher verwendete 2,5-Liter-Aggregat ab. Nach US-Verbrauchszyklus sollen so im Schnitt gerade mal 5,0 Liter Benzin pro 100 Kilometer verbrannt werden. Im Stadtverkehr sind laut Ford 5,3 Liter fällig. Hinzu kommt die als Ford Fusion Energi bezeichnete Plug-in-Hybrid-Variante. Hier lässt sich der Akku an der Haushaltssteckdose aufladen. Bei komplett geladener Batterie soll damit ein Durchschnittsverbrauch von 2,4 Liter pro 100 Kilometer möglich sein.

Marktstart
Die Markteinführung des neuen Mondeo erfolgt in Nord- und Südamerika im Laufe des Jahres 2012. Die Plug-in-Hybrid-Version ist auf diesen Märkten ab Herbst zu haben. In Europa geht der Verkauf Anfang 2013 los. Für den europäischen Markt wird es zusätzlich Diesel-Motorisierungen und auf jeden Fall auch wieder einen Turnier genannten Kombi geben. Wie es mit einer Fließheck-Variante aussieht, ist noch nicht endgültig entschieden. Die Preise für den US-Markt werden voraussichtlich auf der Auto Show in Detroit bekannt gegeben, Preise für den deutschen Markt gibt es angesichts des noch weit entfernt liegenden Verkaufsstarts im Jahr 2013 noch nicht.

Mondeo: Der Neue