Was man beachten muss, wenn man einem ABC-Schützen-Transporter begegnet

Der Technische Überwachungsverein (TÜV) Rheinland ruft Autofahrer dazu auf, entlang von Schulwegen besonders aufmerksam zu sein. Als einen der Hauptbrennpunkte nennt der TÜV die Bushaltestellen. Hier sollten die Autofahrer auf die mit dem Zusatzzeichen ,Schulbus" achten, dort langsamer fahren und jederzeit bremsbereit sein. Gerade in der dunklen Jahreszeit sei es für die Schüler gefährlich. Oft seien Kinder nicht ausreichend sichtbar gekleidet und sich zudem der Gefahren an der Bordsteinkante nicht bewusst. ,Aus Unachtsamkeit und Tollerei vor Schulbeginn kann für Kinder schnell eine große Gefahr werden, wenn Autofahrer nicht mitdenken und vor allem vorausschauend fahren", sagt TÜV-Rheinland-Sicherheitsexperte Hans-Ulrich Sander.

Was muss man bei Schulbussen beachten?
Noch immer herrsche bei manchen Autofahrern Verwirrung darüber, wann ein stehender Bus überholt werden darf und wann nicht. Der TÜV erklärt die Regel: Fährt ein Schulbus mit eingeschalteter Warnblinkanlage eine Haltestelle an, gilt für die Fahrzeuge dahinter absolutes Überholverbot – auch dann, wenn mehrere Fahrspuren vorhanden sind. Steht der Bus allerdings mit Warnblinker in der Haltestelle, darf mit Schritttempo (höchstens sechs km/h) und ausreichend Sicherheitsabstand vorbeigefahren werden. Auch der Gegenverkehr muss sich daran halten, es sei denn, er ist durch einen Mittelstreifen oder Leitplanken abgetrennt. Der Grund: Autofahrer müssen immer mit Kindern rechnen, die ohne auf den Verkehr zu achten, vor oder hinter dem Bus über die Straße laufen.

Mindestens 40 Euro Bußgeld
Wie TÜV-Fachmann Sander erklärt, gälten die Regeln übrigens nicht nur im Fall von Schulbussen, sondern auch bei normalen Linienbussen. Auch Motorrad-, Mofa- und Radfahrer müssten sich daran halten. Bei Verstößen drohten jeweils mindestens 40 Euro Bußgeld. Aber auch an die Eltern appelliert er: Gerade unerfahrene ABC-Schützen seien auf dem Schulweg bei Dunkelheit besonders gefährdet. Um besser gesehen zu werden, sollten sie reflektierende Kleidung und Schulranzen tragen. Letztere werden unter anderem an der DIN-Norm 58124 erkannt. Sie schreibt großflächige Reflektorstreifen auf dem Tornister vor. Trägt der Ranzen zudem das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, sind die verwendeten Materialien schadstofffrei.

Hauptuntersuchung für Schülertransporter jährlich
Zudem weist der TÜV Rheinland darauf hin, dass für Fahrzeuge, die Schüler transportieren, aus Sicherheitsgründen alle zwölf Monate die Hauptuntersuchung bei einer der Überwachungsorganisationen wie TÜV, Dekra oder GTÜ ansteht. Bei mehr als acht Sitzplätzen schreibe die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung sogar zusätzliche Sicherheitsprüfungen vor – je nach Alter des Busses alle drei Monate.