Kia überarbeitet den Sorento

Ab Herbst 2012 geht der Kia Sorento geliftet an den Start. Jetzt haben die Koreaner detailliertere Informationen zum aufgefrischten SUV veröffentlicht. Erstmals in Europa zu sehen ist der neue Sorento auf dem Pariser Autosalon 2012 (29. September bis 14. Oktober).

Weiterhin mit zwei Motorisierungen
Die beiden bisher in Deutschland erhältlichen Motoren wurden überarbeitet und sind sparsamer als bisher. Der 2,4-Liter-Benziner mit Multipoint-Einspritzung wird durch ein Aggregat mit genauso viel Hubraum, aber der Direkteinspritzung GDI abgelöst. Statt 174 PS stehen künftig 192 PS Leistung zur Verfügung. Das Drehmoment ist von 225 auf 242 Newtonmeter angewachsen. Der 2,2-Liter-Turbodiesel kommt unverändert auf 197 PS und mobilisiert 421 Newtonmeter Drehmoment, in der Automatikversion sind es 437 Newtonmeter. Ein neues System zur Abgasrückführung hilft in der saubersten Variante dabei, den CO2-Ausstoß von 171 auf 153 Gramm je Kilometer zu reduzieren. In einigen anderen Ländern werden darüber hinaus ein 150 PS starker Zweiliter-Diesel und ein V6-Benziner mit 3,5 Liter Hubraum und 280 PS angeboten.

Mit Front- oder Allradantrieb
Neben dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe ist alternativ eine Sechsstufen-Automatik erhältlich. Die Kunden können zudem zwischen Front- und Allradantrieb wählen. Das elektronisch geregelte Allradsystem des Sorento verteilt das Drehmoment nach Bedarf auf Vorder- und Hinterachse. In normalen Fahrsituationen wird die gesamte Motorkraft an die Vorderräder geleitet. Verliert eines der vorderen Räder die Bodenhaftung, gehen bis zu 50 Prozent der Antriebskräfte an die Hinterräder. Auf besonders rutschigem Untergrund kann der Fahrer manuell den ,Lock Mode" einstellen, der bei langsamer Fahrt die gleichmäßige Drehmomentverteilung auf Vorder- und Hinterräder fixiert. Das überarbeitete Fahrwerk soll dem Fahrer in Zukunft eine bessere Rückmeldung und zugleich mehr Komfort bieten. Die Lenkung agiert laut Kia etwas direkter als beim Vorgängermodell. Optional wird eine neue variable Servolenkung namens Flex Steer angeboten. Mit dem dreistufigen System kann der Fahrer den Grad der Lenkunterstützung in den Modi Comfort, Normal und Sport einstellen.

Neue Stoßfänger und Leuchten
Von außen ist der geliftete Sorento an seiner modernisierten Frontpartie zu erkennen. Neu gestaltet wurden der Stoßfänger, der Kühlergrill und die Lufteinlässe. Statt der runden Nebellampen sind nun längs nach unten gezogene Leuchten verbaut. Die Blinker sind nicht mehr komplett gelb gefärbt, somit wirken die Scheinwerfer fast durchgängig weiß. Hinten fallen eine neue Schürze, eine veränderte Heckklappe und weiter nach innen gezogene LED-Rückleuchten auf.

Aufgewertete Kabine
Auch der Innenraum wurde überarbeitet. Der um zehn Millimeter abgesenkte Kabinenboden soll den Einstieg erleichtern, zudem genießen die Fondpassagiere eine größere Beinfreiheit – in der zweiten Sitzreihe sind es 30 Millimeter zusätzlich, in der optionalen dritten Reihe neun Millimeter mehr. Der verstärkte Einsatz von Soft-Touch-Oberflächen sowie matt verchromte Blenden, eine umgestaltete Mittelkonsole mit Sieben-Zoll-Display und eine neue LCD-Instrumenteneinheit werten die Kabine auf. Die Automatik-Versionen verfügen über einen neuen Lederschaltknauf und eine Schaltkulisse, bei der die Fahrstufen in einer Linie liegen. Durch zahlreiche Maßnahmen dringen nun weniger Geräusche in den Innenraum. Als Extras sind unter anderem ein radargestützter Totwinkelwarner, ein Spurhalteassistent sowie ein Einparkassistent zu haben. Marktstart für den gelifteten Sorento ist im Oktober 2012. Die neuen Preise hat Kia noch nicht mitgeteilt, bisher geht es bei 29.495 Euro für den 2,4-Liter-Benziner mit Frontantrieb los.

Bildergalerie: Kia überarbeitet Sorento