Der beliebte Kleinwagen bekommt ein umfangreiches Lifting

Bereits seit 30 Jahren gehört der Micra zu den beliebtesten Fahrzeugen im Nissan-Programm. In Europa rangiert er hinter Qashqai und Juke auf Platz drei. Trotzdem gibt es nicht wenige Stimmen, die die Optik des 2010 vorgestellten Modells für bieder oder gar langweilig halten. Einer der Gründe hierfür ist die Tatsache, dass der Micra als Weltauto konzipiert ist und in insgesamt 56 Ländern verkauft wird. Hier muss man den kleinsten gemeinsamen Nenner finden, was im Fall des Micra eher maximale Beliebigkeit bedeutet. Grund genug für Nissan, dem Kleinwagen nun eine Überarbeitung zu spendieren, die laut Hersteller weit über ein normales Facelift zur Mitte des Lebenszyklus hinausgeht. Viele der Änderungen wurden Nissan zufolge speziell für Europa gemacht.

Radikal-Erneuerung
Tatsächlich wirkt der von Nissan als ,neuer Micra" bezeichnete Wagen schon auf den ersten Blick stark verändert. Komplett anders ist beispielsweise die Frontpartie mit anderen Scheinwerfern und V-förmigem Chrom-Kühlergrill. Nicht ganz so radikal sind die Modifikationen am Heck, hier strahlen künftig LED-Rückleuchten. Auch die Kritik an der Innenraumanmutung des in Indien gebauten Micra wurde erhört: Höherwertigere Oberflächen, klarer gezeichnete Instrumente und eine neue Mittelkonsole sollen das Auge erfreuen. Je nach Ausstattung wandert in die Mittelkonsole ein auf 5,8 Zoll vergrößerter Touchscreen. Das System beinhaltet unter anderem eine Funktion, mit der daheim erstellte Google-Maps-Routen in das Auto übertragen werden können.

Start im September
Ein weiteres technisches Highlight ist der Assistent für Parklücken. Er erkennt, ob die Lücke ausreichend ist, gelenkt werden muss aber selbst. Interessant: Je nach Können des Fahrers sind die Stufen Amateur, normal oder Experte wählbar. Unter der Haube bleibt alles wie bisher: Einstiegsmotor ist ein 1,2-Liter-Benziner mit 80 PS, darüber rangiert ein aufgeladener Motor mit 98 PS und einem Durchschnittsverbrauch von 4,1 Liter auf 100 Kilometer. Beide Aggregate sind an ein Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt, optional ist eine stufenlose CVT-Automatik im Angebot. Ein Diesel ist auch zukünftig nicht erhältlich. Im September 2013 soll der geliftete Micra zu den Händlern kommen, die Preise stehen noch nicht fest.

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